Wunderlich begrüßt Ende der Russlandsanktionen

Wirtschaft IHK-Hauptgeschäftsführer spricht sich für Initiative des Ministerpräsidenten aus

Plauen/Chemnitz. 

Plauen/Chemnitz.Das St. Petersburger Internationale Wirtschaftsforum (SPIEF) setzte für die Wirtschaft positive Signale. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier unterzeichnete mit seinem russischen Amtskollegen Maxim Oreschkin eine Absichtserklärung für eine Effizienzpartnerschaft, Siemens hat einen Großauftrag über mehr als eine Milliarde Euro unterschrieben und der sächsische Ministerpräsident sprach sich für ein Ende der Sanktionen aus.

Sächsische Verluste auf russischem Markt

"Als sächsische Industrie- und Handelskammern begrüßen wir die Initiative des sächsischen Ministerpräsidenten im Interesse unserer sächsischen Wirtschaft", so Hans-Joachim Wunderlich, Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz im Namen der Landearbeitsgemeinschaft der IHKs im Freistaat Sachsen. "Seit der Einführung der Sanktionen vor gut fünf Jahren hat die sächsische Wirtschaft kontinuierlich Boden im russischen Markt verloren", stellt der Plauener klar.

Nur noch Platz 17 im Länderranking

Tatsächlich ist der sächsische Mittelstand stark von der Situation betroffen. Im Länderranking der wichtigsten Außenwirtschaftspartner des Freistaats lag die Russische Föderation 2018 nur noch auf Platz 17 - von einst Platz sechs im Jahr 2012! Statistik: Sachsen exportierte 2018 Waren im Wert von 537 Millionen Euro nach Russland, bei Importen aus Russland betrug der Gesamtwarenwert 263 Millionen Euro. Damit waren die Exporte immer noch rückläufig im Vergleich zu den Vorjahren.