Yvonne Magwas spricht über den Weltfrauentag

Jubiläum Seit 100 Jahren wird der Internationale Frauentag begangen

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Yvonne Magwas ist eine starke Frau. Foto: Karsten Repert

Plauen. Sie kommt auch gerne mal mit rockiger Jeansjacke. Und wenn das Haar nach einem langen Tag nicht so liegt. Na und? Yvonne Magwas spielt keine Rolle, so wie es vielleicht viele hochkarätige Männer in der Öffentlichkeit tun. Diese Frau ist so stark, dass sie ihr Auftreten und Verhalten nicht ändern muss zwischen dem Privat- und dem Berufsleben.

Die Bundestagsabgeordnete hat mächtig eingesteckt, als das Volk gegen die Bundespolitik und deren Regierungsstil protestierte. Das Jahr 2016 war für die smarte Frau aus dem Göltzschtal richtig hart. Denn alle Welt sagte: Die Kritik muss sie aushalten. Dafür wird sie bezahlt. Mag sein. Die Magwas verdient sicher gut. Weil sie aber zugleich einiges von ihrem Leben opfert, ist Yvonne Magwas inzwischen ein wirkliches Vorbild geworden.

Gute Mischung aus jungen und erfahrenen Abgeordneten

Die vogtländische Bundestagsabgeordnete ist nun sogar zur neuen Vorsitzenden der Gruppe der Frauen in ihrer Fraktion gewählt. Damit gehört sie dem Fraktionsvorstand der CDU/CSU an. Die 38-Jährige ließ den BLICK wissen: "Als neue Vorsitzende freue ich mich sehr, dass uns im Vorstand der Gruppe eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Abgeordneten gelungen ist." Die 49 Gruppenmitglieder - darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel - kommen in jeder Sitzungswoche zusammen.

Dabei werden die aktuellen Themen und Anliegen speziell aus weiblicher Perspektive behandelt. Die politisch engagierte Rodewischerin arbeitet in Berlin und in ihrem Wahlkreis in ihrer zweiten Legislaturperiode. Und Yvonne Magwas hielt am Donnerstag im Plenum eine Rede anlässlich des Internationalen Weltfrauentages, der am 8. März 2018 sein 100.Jubiläum begeht. Als Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion betonte sie in ihrer Rede, wie viel für Frauen seit dem ersten Weltfrauentag in Deutschland erreicht werden konnte.

Derzeit sieht die Abgeordnete das moderne Frauenbild von zwei Seiten unter Druck: "Einerseits durch das patriarchalische Familienbild von Teilen unserer muslimischen Mitbürger, andererseits durch die AfD, die sich gegen Gleichberechtigung und Wahlfreiheit für Frauen stellt und ihnen vorschreiben möchte, wie sie ihr Leben zu leben haben."