• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Zimmer frei im "Geisterhaus"

Feriengäste Ehemalige Gutsbesitzer-Familie zieht ins Liebauer Herrenhaus ein

Im ehemaligen Liebauer Herrenhaus übernachtete seit Mitte der 1970-er Jahre niemand mehr. Von außen macht die düster wirkende Fassade ohnehin nicht den Eindruck, als warte drinnen der Hotelportier. Den Enkel des früheren Rittergutsbesitzers störte das scheinbar nicht. Für ein paar Tage zog Philipp Reinhard Sieber mit seiner Familie ins bröckelnde "Geisterhaus" ein. "Wir machen hier ein Work-Camp", verriet der Abkömmling der Gutsbesitzer-Familie. In den vergangenen Tagen starteten die Feriengäste aus Bonn einige Arbeitseinsätze. Mit Schaufel, Spitzhacke und Schubkarre trugen sie unter anderem Schutt ab. Außerdem kämpfte sich das eifrige Camp-Team mit Sense und Schneidgerät durch verwilderte Grünflächen des früheren Gartens. "Ich habe besser geschlafen als zuhause", behauptete Siebers Sohn Gaston. "Wir haben hier kein Gespenst gesehen", versicherte Schwester Henrike. Für die Kinder im Alter zwischen zehn und 17 Jahren war der Aufenthalt im Haus der Vorfahren ein erstes Sommerferien-Abenteuer. Nur der krähende Hahn in der Nachbarschaft habe etwas genervt. "Ab 3.30 Uhr ging das schon los." Die zwei Wespennester im Wohnbereich waren auch nicht ganz ohne. Tochter Favia kam mit zwei Stichen glimpflich davon. In den Herbstferien wollen die Siebers erneut den ehemaligen Familiensitz besuchen. Heute gehört das Haus dem Verein "Landvogtland".



Prospekte