Aus Litauen zurückgekehrt ist vor ein paar Tagen eine vogtländische Unternehmerdelegation. Die aus zwölf Vertretern bestehende Interessengemeinschaft sammelte unter Leitung von Prof. Dr. Bernd Märtner im Baltikum viele neue Erfahrung. Der langjährige Geschäftsführer des deutschen Umwelttechnikunternehmens M&S Umweltprojekt GmbH ist der Initiator der Städtepartnerschaft zwischen Plauen und Šiauliai. Während ihres Aufenthalts besuchten die Vogtländer Kaunas (300.000 Einwohner), Šiauliai (112.000), Trakai (4.200) und Vilnius (612.000). "Wir sind seit zwei Jahrzehnten im ständigen Austausch und haben viel voneinander gelernt. Heute gehen wir wieder ein Stück voran", stellte der Vogtlandbotschafter Bernd Märtner im Rahmen eines offiziellen Empfanges klar.
Mit in Litauen: Gett, Vogtland-Aronia, Gealan, SV 04 Oberlosa
Zum Treffen mit der Stadtverwaltung von Šiauliai unterzeichneten die Vertreter der M&S-Tochtergesellschaft einen wichtigen Vertrag. Geschäftsführer Kai Löffler sowie die stellvertretende Geschäftsführerin Sonata Aleksandravičienė vertieften mit der Fördervereinbarung zwischen der M&S Umweltprojekt Baltic UAB und der Universitätsstiftung Vilnius das Zusammenwirken. Mit der Vereinbarung wird eine finanzielle Unterstützung für den Teilfonds der Industrie- und Handelskammer Šiauliai bereitgestellt. "Ziel ist es, die Aktivitäten der Šiauliai-Akademie der Universität Vilnius sowie weitere wissenschafts- und innovationsbezogene Projekte in Verbindung mit der Stadt Šiauliai zu fördern", erläuterte die Direktorin der Akademie Šiauliai, Prof. Dr. Renata Bilbokaitė. Zuvor kamen Oberbürgermeister Artūras Visockas, Bürgermeister Justinas Švėgžda, Vytis Lembutis als Präsident der Handelskammer sowie Valdas Jaskūnas als Prorektor der Universität Vilnius mit den Gästen aus Deutschland ins Gespräch. Unter anderem waren Vertreter der Unternehmen Gett Treuen International, Vogtland-Aronia, Gealan sowie vom SV 04 Plauen-Oberlosa zum Erfahrungsaustausch vor Ort.
M&S Umweltprojekt in Litauen: Zehn Bauprojekte im Wert von über 15 Millionen Euro
Hintergrund: Die M&S Umweltprojekt GmbH wurde 1991 in Plauen gegründet. Das Unternehmen ist seit 2004 in Litauen tätig. 2007 entstand die Tochtergesellschaft "M&S Umweltprojekt Baltic", UAB in Šiauliai. Das Unternehmen realisiert zahlreiche Umwelt-, Abfallwirtschafts- und Infrastrukturprojekte in ganz Litauen, insbesondere in enger Zusammenarbeit mit ŠRATC, UAB Toksika und weiteren Partnern. In den Jahren 2019 bis 2023 hat die M&S-Gruppe Sanierungsarbeiten im Auftrag der Stadtverwaltung Šiauliai koordiniert. Zehn Bauprojekte im Wert von über 15 Millionen Euro wurden umgesetzt. Šiauliai gilt als Zukunftsmodell. In den letzten fünf Jahren ist das Durchschnittsalter um drei Jahre gesunken. Bernd Märtner sieht für sein Unternehmen eine Zukunft "natürlich in Plauen, aber eben auch in Šiauliai. Wir möchten gezielt zur Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft beitragen."
Litauen ist ein beachtliches, sehr modernes Land geworden
Litauen (3 Millionen Einwohner) hat sich unglaublich verändert. Fortschritt, Wachstum, Baukräne: Das Land erlebt einen Aufschwung. Im Vergleich: "Hier gibt es nirgendwo Graffiti an den Wänden. Die Städte sind bemerkenswert sauber. Die Einwohner werfen keinen Müll auf die Straße", stellt Kai Löffler fest. Litauen kann eine beachtliche wirtschaftliche Entwicklung vorweisen. Es gibt kaum noch Schlaglöcher, überall gute Internetverbindung, tolle Gastronomie. Das Durchschnittseinkommen in Šiauliai liegt bei rund 2.000 Euro im Monat.
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