Zu viel Staat, zu wenig Wirtschaft?

IHK Präsident Kiessling spricht klare Worte

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Foto: Thomas Schmotz

Plauen. Die Vogtländer werden lauter. Auch wenn die Region, die viele schon abgeschrieben hatten, im Bundesmaßstab noch um einiges zulegen muss, so ist das Selbstbestsein gewachsen. Das liegt unter anderem auch daran, dass tausende Kleinbetriebe im Vogtland zum Mittelstand gezählt werden müssen.

Denn sie bilden das Rückgrat der Wirtschaftsregion. Diesen vielen Unternehmern sprach IHK-Präsident Theodor Kiessling aus dem Herzen. Zum Jahresempfang der Industrie und Handelskammer stellte er fest: "Die Realität der sozialen Marktwirtschaft sieht so aus, dass wir inzwischen zwei Wirtschaftssysteme haben." Das eine System, das reale, sei geprägt von echten Unternehmern, die für den Wohlstand im Land verantwortlich sind.

Das Vogtland zeigt sich kämpferisch

Die "andere" Wirtschaft sei geprägt von Kommissionen, Räten, staatlichen und halbstaatlichen Organisationen und Verbänden in Deutschland. "Und zunehmend auch in ähnlicher Art und Weise von der EU", schimpfte Theodor Kiessling. Natürlich weiß man im Vogtland, dass die Verantwortlichen in den Großstädten schmunzeln, wenn solche Angriffe aus der Provinz kommen.

Doch genau das scheinen die Vogtländer langsam neu zu entdecken: Der Kampf gegen die Obrigkeit wurde bekanntlich schon einmal erfolgreich bestritten. Friedlich und mit Fakten. Viele Vogtländer fühlen sich abgehängt. In der Region brodelt es.