Zuerst kommt die Demut, dann der Erfolg

Startschuss 2019 könnte für den SV 04 Oberlosa das bislang erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte werden

Plauen . Wir müssen nicht! Aber wir werden es versuchen. So lautet die klare Ansage des SV 04 Oberlosa, wenn die Frage nach dem möglichen Aufstieg kommt. In der Mitteldeutschen Oberliga haben die Plauener Handballer in dieser Saison schon so einige neue Rekordmarken aufgestellt. Die Meisterschaft scheint möglich. "Aber zuallererst gilt unser Respekt den vielen guten Gegnern dieser Wahnsinnsliga. Wir möchten auf keinen Fall als Überflieger auftreten, der von Sieg zu Sieg eilt", betont Finanzvorstand Maik Helten. Der 700 Mitglieder starke Verein setzt stattdessen auf knallharte Arbeit, auf Teamgeist und auf die Wucht, die daraus entsteht.

Verantwortliche bleiben bescheiden

SV-Cheftrainer Petr Hazl ist nach dem historischen 30:25-Sieg in Köthen "genauso vorsichtig wie vorher. Wir haben zwar zweimal in dieser Saison gegen den eigentlichen Top-Favoriten der Oberliga gewonnen. Aber wir haben zum Beispiel gegen unseren nächsten Gegner Delitzsch nicht gewonnen und wir sind Zweiter", warnt Petr Hazl vor Überheblichkeit. Abteilungsleiter Rico Michel macht genau deshalb deutlich, "dass es eine große Dummheit wäre, wenn ich beim Marathonlauf bei Kilometer 25 schon über den Zieleinlauf nachdenke. Denn genau jetzt kommen die harten Wochen", weiß der Funktionär, der sein Team von der Bezirksliga bis an die Grenze zur 3. Liga geführt hat.

Vereins-Chef Prof. Dr. Bernd Märtner freut sich "unglaublich auf dieses Jahr 2019. Es sind so viele tolle Momente möglich. Lasst sie uns erreichen", motiviert der Frontmann die noch immer wachsende Gemeinschaft. Das Jahr 2019 könnte das bislang erfolgreichste in der Vereinsgeschichte des SV 04 Oberlosa (gegründet 1904) werden. "Aber nur, wenn wir alle auf dem Teppich bleiben", rückt Lutz Petzoldt als Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH die Handballwelt schon vorab wieder gerade.