Zukunftsmusik mit den Prinzen

Premiere Soundcheck ohne klassische Lautsprecher-Boxen verblüfft

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Die Prinzen treten in der umfunktionierten Hommel-Manufaktur zum innovativen Soundcheck an.Foto: Thomas Voigt

Reichenbach. Ein Live-Konzert ohne klassische Lautsprecher in einer Halle. Funktioniert das? Dieser Soundcheck in der Reichenbacher Möbelmanufaktur Hommel war außergewöhnlich. Selbst für die ehemaligen Sängergknaben vom Leipziger Thomaner-Chor. Kürzlich verfolgten rund 300 geladene Gäste den Auftritt der Prinzen. Unter dem Titel "Zukunftsmusik" testete die Band in der zu einem Konzertsaal umgestalteten Werkhalle ein neues Klangsystem.

Aufwendige Vorbereitung zahlt sich aus

Was die Akustik betraf, spielte sich das Entscheidende über den Köpfen des Publikums ab. In der Hallen-Decke integrierten die Gastgeber insgesamt 16 spezielle Paneele. Per Schallwandler und Membran verbreiteten sich die Töne über eingearbeitete Mineralstoff-Platten. Hitklassiker wie "Küssen verboten" und "Alles nur geklaut" fluteten kristallklar den Raum.

Seit gut einem Jahr bereiteten Firmenchef Matthias Hommel und seine Mitstreiter diesen Startschuss in neue Klangwelten mit der prominenten Band aus der Messestadt vor. Die nahmen die Sache ernst und reisten bereits einen Tag vor ihrem Auftritt ins Vogtland. Zweifelsohne waren die Bühnen-Profis auf das Klangsystem mit der Markenbezeichnung "Hommbru" sehr gespannt. Generell kann man das System fugenlos in Wände, Decken und Möbel einbauen, weiß Mitorganisator Sacha Hommel.

Hommbru-Technik soll vermarktet werden

"Wir haben die Prinzen natürlich nicht zufällig ausgesucht", verriet er. "Sie stehen für guten Sound und hohe Ansprüche." Das Experiment ging voll auf. Nun soll die Innovation bald Früchte tragen. Wie das Familienunternehmen informierte, werde die Produktion im nächsten Jahr in einer neuen Fertigungs- und Präsentationshalle anlaufen. Mit einem renommierten Naturholzmöbel-Hersteller aus dem Alpenraum gibt es eine erfolgversprechende Kooperation. Dessen weltweit vertriebene Produkte sollen künftig mit der Hommbru-Technik ausgestattet werden. Parallel dazu wird in Zusammenarbeit mit dem Akustik-Institut der TU Dresden weiter geforscht.