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Zwei Frauen auf der Kommando-Brücke

Vorgestellt Hannelore Störl und Anja Klötzner haben die Zügel am Sachsenring in der Hand

Wenn am Sachsenring großen Rennen über die Bühne gehen, sind vor allem zwei Frauen gefragt, die schon lange Zeit vor dem Startschuss zum ersten Training einen Berg an Arbeit bewältigt haben.

Fest das Ruder in der Hand hat Anja Klötzner. Die gelernte Betriebswirtin ist am Sachsenring als Rennsekretärin fast für alle Fragen zur sportlichen Abwicklung des Geschehens zuständig. "Manchmal reichen der Tag und Abend einfach nicht, um alles zu bewältigen", meint die 34-Jährige, die trotz der großen Anspannung Ruhe ausstrahlt.

Die Dokumente für die Anmeldung aller Starter gehen durch ihre Hände. Hier wird geprüft, ob die Lizenz der einzelnen Bewerber in Ordnung ist. Da muss der Plan und die Einteilung der Teams in die richtigen Boxen vorgenommen werden.

Sie ist mit ihrem 17-Mann-Team auch verantwortlich, dass an so einem Wochenende wie die ADAC GT Masters Tausende Seiten Papier mit Ergebnisübersichten richtig verteilt werden. "Die Sportkommissare erhalten stündlich von uns die nötigen Informationen und unsere Läufer legen dann viele Kilometer per Fuß zurück", so die Glauchauerin, die auch für die Aufrufe in das Fahrerlager verantwortlich zeichnet. Fünf Jahre stehe sie nun schon auf dieser Kommando-Station. "Bisher hat alles geklappt. Das hoffe ich auch an diesem Wochenende", sagte sie, denn sie sei ein Teammensch, keine Befehlsausgeberin, obwohl sie schon fordern müsse in diesem Riesenbetrieb.

Aber ohne ihre Kollegin und Freundin Hannelore Störl (62) aus Oberlungwitz, Sekretärin des AMC, ginge überhaupt nichts. "Sie ist für alle Fragen da, weiß alles und bereitet schon Wochen vorher so ein Rennen vor", schwärmt Anja über die Club-Sekretärin, die mit dem Sachsenring seit Jahrzehnten aufs engste verbunden ist. "Es ist eine lange, lange Geschichte, die man aufschreiben könnte", meint Hannelore, die fast seit der Gründung des Clubs, Mitte der 1990er-Jahre dabei ist.

Und Anja ist nach den vielen Jahren immer noch von der Atmosphäre und dem Sachsenring fasziniert. "Das wird sicherlich noch lange so bleiben und aus dem Grund bin ich einfach in der großen Sachsenring-Mannschaft gern Rennsekretärin", schmunzelt sie.



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