Zwei Volksbanken planen eine Fusion

Vorhaben Saale-Orla und Vogtland wollen nächstes Jahr zusammengehen

Zeulenroda/Plauen . Die Raiffeisen-Volksbank Saale-Orla eG und die Volksbank Vogtland eG planen eine Fusion. Über den geplanten Zusammenschluss informierten die beiden Häuser am Donnerstag in Zeulenroda. Hintergrund ist: Die langanhaltende Niedrigzinsphase, eine gestiegene Wettbewerbsintensität, sich veränderndes Kundenverhalten sowie die als Folge der Finanzmarktkrise gestiegenen regulatorischen Anforderungen an Banken nehmen stetig zu. "Insbesondere für kleine Institute sind diese wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll darzustellen und gehen letztlich zu Lasten der Kunden", heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. In einem fusionierten Haus können demnach durch Bündelung der Kräfte und durch die neue Betriebsgröße diese Herausforderungen leichter und erfolgreicher gestemmt werden. Dabei wollen die beiden Banken die Stärken einer ortsnahen Genossenschaftsbank nachhaltig bewahren.

14.000 Mitglieder sollen profitieren

Als vereinigte Bank können den Mitgliedern und Kunden die persönlichen Ansprechpartner, Kompetenzen und kurzen Entscheidungswege sowie die Zeit für Beratungsgespräche erhalten werden. Durch Bündelung der Ressourcen kann eine gemeinsame Weiterentwicklung des Vertriebs in eine omnikanalfähige Bank erfolgen. Neben neuen mobilen Zugangswegen werden den Mitgliedern und Kunden die 20 bekannten Standorte für Service und Beratung zur Verfügung stehen. Die erwarteten Synergien will die vereinigte Bank zudem für finanzielle Spielräume nutzen, um den künftigen Anforderungen besser gerecht werden zu können. Die vereinigte Bank wird unter dem neuen Namen "Volksbank Vogtland-Saale-Orla eG" firmieren. Das Vorstandsgremium wird sich aus Andreas Pfeil und Uta Ritter (beide Raiffeisen-Volksbank Saale-Orla eG) sowie Andreas Hostalka und Walter Klaubert (beide Volksbank Vogtland eG) zusammensetzen.

Keine Kündigungen

Die Erhaltung und Sicherung von Arbeitsplätzen vor Ort sind ein weiteres wesentliches Ziel des geplanten Zusammenschlusses. Durch die Fusion wird es keine Kündigungen geben. Auch die Aufsichtsräte der beteiligten Banken sind von den Vorteilen und der Sinnhaftigkeit der Fusion überzeugt. Es ist geplant, dass zunächst Gerd Grüner (Volksbank Vogtland eG) den Vorsitz dieses Gremiums übernehmen wird. Jürgen Uting (Raiffeisen-Volksbank Saale-Orla eG) wird sein Stellvertreter. Des Weiteren ist geplant, dass nach zwei Jahren ein Tausch der Rollen zwischen Vorsitzendem und Stellvertreter stattfinden wird.

Im Sommer 2020 fällt die Entscheidung

Die Volksbank Vogtland-Saale-Orla eG wird eine Vertreterversammlung einberufen. Die Banken sichern zu, dass die Versammlungen weiterhin regional im jährlichen Wechsel in Plauen und Pößneck stattfinden. Im Frühjahr 2020 erhalten die Mitglieder der Raiffeisen-Volksbank Saale-Orla eG und die Vertreter der Volksbank Vogtland eG die Möglichkeit, sich im Rahmen von Mitglieder- beziehungsweise Vertreterveranstaltungen mit Vorständen und Aufsichtsräten zum geplanten Zusammenschluss auszutauschen. Zur Jahresmitte 2020 soll die Entscheidungsfindung zur Fusion im Rahmen der ordentlichen Generalversammlung der Raiffeisen-Volksbank Saale-Orla eG sowie der ordentlichen Vertreterversammlung der Volksbank Vogtland eG erfolgen.