VW fährt Produktion für zwei Wochen am Donnerstag herunter

Wirtschaft Autokonzern schließt 14 Fertigungsstätten und Komponentenwerke

Wolfsburg. 

Wolfsburg. Wie Volkswagen heute bekannt gab, wird ab Donnerstag die Produktion in den europäischen Werken sukzessiv herunter gefahren. Die Fabriken sollen für zunächst zwei Wochen geschlossen bleiben. Das gilt für die Fertigungsstätten in Wolfsburg, Emden, Dresden, Osnabrück, Zwickau, Bratislava (Slowakei), Pamplona (Spanien), Palmela (Portugal) sowie die Komponentenwerke Braunschweig, Chemnitz, Hannover, Kassel, Salzgitter und die Sitech. Betroffen sind auch Werke der Volkswagen Konzern Komponente.

Risiken eindämmen

Ralf Brandstätter, Chief Operation Officer der Marke Volkswagen PKW, sagt: "Die Ausbreitung des Corona-Virus in Europa belastet die Nachfragesituation zunehmend. Zugleich wird die Versorgung unserer Werke mit Zulieferteilen immer schwieriger. Wir haben deshalb beschlossen, mit dem Ende der Spätschicht am Donnerstag die Produktion koordiniert herunterzufahren. Wir sind überzeugt, dass dies auch im Sinne der Beschäftigten ist, deren Sorge angesichts der Corona-Ausbreitung zusehend wächst."

Gunnar Kilian, Personalvorstand des Volkswagen Konzerns, betont: "Zugleich haben wir unsere umfassenden Maßnahmen zum Gesundheitsschutz mit einer Reihe zusätzlicher Maßnahmen nochmals verschärft. Wir verstehen die Sorgen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb handeln wir bereits seit Beginn der Corona-Epidemie in China konsequent nach der Maxime: Gesundheit hat Vorrang. Darauf können sich unsere Beschäftigten verlassen."

Dienstreiseverbot für Mitarbeitende

Weiterhin setzt VW verschiedene Maßnahmen zum gesundheitlichen Schutz der Beschäftigten um. So sind vom heutigen Dienstag an die Betriebsrestaurants, SB-Shops, Cafeterien, Bistros, Casino und Catering geschlossen, Konferenzen werden generell per Skype oder Video durchgeführt, Großveranstaltungen sind flächendeckend abgesagt. Auch mobiles Arbeiten von Zuhause wird in den jeweiligen möglichen Bereichen in Betracht gezogen.

Ferner zählt zu den Maßnahmen ein generelles Dienstreiseverbot - werksübergreifend und ebenso ins Ausland. Davon betroffen sind auch die Verkehre zwischen den Werken. Die internen Shuttle-Flüge zwischen den Standorten wurden bereits eingestellt.