1. Mai: Befürchtete Randale blieben aus

Tag der Arbeit AfD und DGB wechseln sich in Zwickau ab

1-mai-befuerchtete-randale-blieben-aus
DGB-Veranstaltung auf dem Hauptmarkt in Zwickau. Foto: Ralph Koehler/propicture

Zwickau. Sorgenfalten auf den Gesichtern der Einsatzkräfte der Polizei in den Nebenstraßen von Haupt- und Kornmarkt in Zwickau. Nur wenige Meter trennten die Sympathisanten der Linken von denen der AfD.

Zwiespältige Gefühle. Aber alles ist gut gegangen. Außer kleineren Rangeleien wurden Gewalttätigkeiten über das "am 1. Mai" übliche Maß hinaus festgestellt. Die AfD hatte von 11 bis 14 Uhr vor rund 300 Zuhörern auf dem Kornmarkt eine Veranstaltung unter dem Motto "Menschen die im Leben stehen" durchgeführt.

Großes Polizeiaufgebot sichert ab

14 Uhr startete die Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) am Montag auf dem Hauptmarkt. Die Polizei sicherte die Veranstaltung mit einem großen Aufgebot in den Nebenstraßen ab. Störungen blieben aus.

Laut Zwickaus IG-Metall-Chef Stefan Kademann, der die Veranstaltung moderierte, kamen rund 2000 Besucher vorbei. Inhaltlich forderte er gleiche Arbeitszeit für Ost und West. Hauptredner war Oliver Greie, Verdi-Chef von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, der einen Kurswechsel in der Rentenpolitik forderte.

Die Bands Out of Tune und Yellow Umbrella spielten in den Redepausen. Zum Abschluss tanzten die Zwickauer Cheerleader The Peaches. Oberbürgermeisterin Pia Findeiß erinnerte an die 900-Jahr-Feier im nächsten Jahr.

Am Vormittag sprach auf dem Kornmarkt Jens Maier, auf Platz 2 der AfD-Landesliste (und AfD-Direktkandidat in Dresden), welcher sachsenweit bekannt wurde, als Vorredner der Höcke-Rede im Januar in Dresden. Weiter sprach Ulrich Oehme aus Chemnitz nebst dem Zwickauer Benjamin J. Przybylla.

Der 1. Mai war letzlich ein versöhnlicher Auftakt, der Hoffnung macht.