12 Kinder aus Tschernobyl erobern die "Knopffabrik"

Klettern Austauschprogramm endet mit einem Kletter-Highlight

12-kinder-aus-tschernobyl-erobern-die-knopffabrik
Spiel und Spaß in der Zwickauer Knopffabrik für die Kinder aus Tschernobyl. Foto: Reinhard Peter

Zwickau. Mit Tränen in den Augen verabschiedete sich am Sonntag Karlheinz Pätzold aus Zwickau-Culitzsch von seinen Gästen. Sechs Mädchen und sechs Jungen im Alter von zehn bis zwölf Jahren aus der Region von Minsk und Mogilew (Dörfer) weilten mit den Dolmetscherinnen Daria Koscheleva und Olga Bondavava bis Sonntag in der Zwickauer Region.

Ein ausgesuchtes Programm mit viel Action und den Besuch zahlreicher Sehenswürdigkeiten standen täglich auf dem Plan. Zu einem Höhepunkt des Aufenthalts wurde zweifelsohne der Besuch in der Zwickauer "Knopffabrik".

Kletterspaß in der Knopffabrik

Hier fanden sie in der Haupthalle rund 740 Quadratmeter Kletterfläche sowie einen Boulder- und Kinderbereich mit weiteren 171 Quadratmetern Fläche vor.

Im Anfänger- oder Kinderbereich ging es fast 5,50 Meter nach oben. Im "Profibereich" schwanken die Routenlängen zwischen 13 und 16 Metern. Das Highlight der Kletterhalle ist der spektakuläre Schacht zum Dachausstieg, der sich in 22 Metern Höhe befindet. Die Jungen und Mädchen aus Weißrussland nutzten die unerwartete Gelegenheit, um mit ausgelassener Freude und ganz ohne Furcht vor der Höhe die Möglichkeiten der "Knopffabrik" auszuprobieren.

Eine gelungene Überraschung

Karlheinz Pätzold meinte mit sichtlicher Zufriedenheit über die gelungene Überraschung: "Die Kinder waren total begeistert!" Um Pätzold, der sich seit Jahren bei jeder Besuchergruppe immer wieder etwas Neues einfallen lässt, erschallte immer wieder ein vielstimmiges "Danke! Danke! Spasiwo!".

Nach reichlich drei Stunden waren alle buchstäblich flügellahm, aber keiner wollte diesen Tag und die Stunden missen und sie sicher noch lange nicht vergessen. Selbst Daria und Olga beteiligten sich aktiv und fanden es eine gute Aktion, Idee und Einmaligkeit, so etwas erleben zu dürfen. Die Jungen Gäste haben sicher noch lange Zeit zu Hause über ihre Erlebnisse zu berichten.