120 Jahre Gasthaus "Stadt Wien"

Jubiläum Historische Einrichtung steht unter Denkmalschutz

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Sigfrid und Petra Hoyer leben für die Arbeit im "Stadt Wien". Foto: A. Büchner

Limbach-Oberfrohna. Als am 2. Oktober 1897 Robert Teichmann das Gasthaus "Stadt Wien" auf der damaligen Frohnaer Straße übernahm, hatte er gewiss nie zu träumen gewagt, dass die Lokalität 120 Jahre später noch immer in Familienbesitz sein würde. Sigfrid Hoyer hat im Sommer 1984 die Gaststätte von seiner Mutter übernommen und ist seitdem aus der städtischen Gastronomie nicht mehr wegzudenken.

Gemeinsam mit Frau Petra konnte er letzte Woche jede Menge Glückwünsche in Empfang nehmen: "Wir sind außerordentlich dankbar, dass uns auch nach den schwierigen Jahren unsere werte Kundschaft so treu zur Seite steht", zeigt sich das Ehepaar gerührt.

2015 hatten sie aus gesundheitlichen Gründen ein halbes Jahr schließen müssen, seitdem haben sie die Öffnungszeiten stark eingekürzt. 28 Jahre Arbeit mit jeweils nur einer Woche Urlaub pro Jahr hatten ihre Spuren hinterlassen. Trotzdem: "Ohne die Kneipe würde uns etwas fehlen, der Kontakt zu den Gästen ist uns unverändert wichtig", betont das Wirtspaar.

Unabhängig davon machen sie sich rund um die Zukunft Gedanken und geben die Hoffnung nicht auf, dass das "Stadt Wien", dessen gesamte Inneneinrichtung seit 1992 unter Denkmalschutz steht, langfristig einen neuen Betreiber findet. "Anderswo versucht man solche historischen Kneipen mühsam nachzugestalten, hier bei uns ist alles echt und bereits vorhanden", wissen Hoyers um den Wert ihrer Lokalität.

Auch ein Vereinssitz wäre eine Option. Dass so ein Ambiente gerade in der schnelllebigen Zeit geschätzt wird, bekommen sie von den Gästen immer wieder bestätigt: "Als der MDR 2016 gleich zwei Mal bei uns gedreht hat, bekamen wir Resonanz darauf sogar aus den alten Bundesländern", sind Hoyers stolz.



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