2017 braucht mehr Bürgerbeteiligung

Neujahrsempfang Preise gehen an Stefan Rudert und den runden Tisch

Step by Step hat für Stimmung gesorgt. Foto: Frenzel (Kuerzel: hof)

Crimmitschau. Rund 450 Besucher haben zum Neujahrsempfang den Weg in das Theater in Crimmitschau gefunden. Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) hat in seiner 45-minütigen Absprache für mehr Bürgerbeteiligung die Werbetrommel gerührt. "Jeder ist gefragt, jeder kann sich einbringen. Wir brauchen mehr Bürgerbeteiligung", sagte Holm Günther, dessen Stimme trotz einer Erkältung durchgehalten hat.

Der Neujahrsempfang wird in Crimmitschau - nun schon seit vielen Jahren - für Auszeichnungen genutzt. Multi-Talent Stefan Rudert hat die David-Friedrich-Oehler-Medaille bekommen. Der 55-jährige Chef einer Edelstahlfirma engagiert sich im Vorstand des Sächsischen Heimatschutz und des ETC Crimmitschau. Er ist zudem Ortsvorsteher in Frankenhausen.

Die Mitglieder des runden Tisches für Integration wurden für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Passend dazu waren der syrische Rapper Dyaa Kassoma aus Meerane und Schulsozialarbeiterin Rebecca Klukas aus Altenburg mit dem Titel "Es gibt Hoffnung" auf die Bühne gekommen - dafür gab es viel Applaus. "Davon haben wir nichts gewusst. Ansonsten hätten wir geprobt und auch eine flotte Säule hingelegt", sagte Elke Herrmann, Koordinatorin des runden Tisches. Zudem war die Sportlerehrung in den Neujahrsempfang integriert.

Oberbürgermeister Holm Günther hat die Teilnehmer auf die anstehenden Aufgaben eingestimmt. In diesem Jahr sollen die Unterschriften unter die Verträge zur Gründung eines gemeinsamen Zweckverbandes mit Meerane für die Schaffung eines gemeinsamen Gewerbegebietes kommen.

Dabei ist der Rathauschef auch auf Schmusekurs mit seinem Amtskollegen Lothar Ungerer (parteilos) gegangen. Er wurde mehrfach mit "Lieber Lothar" angesprochen. Zudem soll die Stelle eines "Kümmerers" für die Innenstadt besetzt und ein Investor für einen Einkaufsmarkt im Stadtzentrum präsentiert werden.