207 Einsätze für die FFW Werdau

Feuerwehr Jahresbilanz mit kritischen Tönen

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Gemeindewehrleiter Henning Tröger hat die Einsatzbilanz vorgelegt. Foto: Holger Frenzel

Werdau. Die Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr in Werdau wird am häufigsten zwischen 10 und 16 Uhr benötigt. In der Zeit mussten die Helfer im letzten Jahr insgesamt 84-mal ausrücken. Zwischen 16 und 20 Uhr standen immerhin 53 Einsätze in der Statistik.

2018 gab es weniger Einsätze als noch im Vorjahr

Die Zahlen hat Gemeindewehrleiter Henning Tröger in einem Tätigkeitsbericht zur Sitzung des Stadtrates genannt. Und dabei auch kritische Töne angeschlagen: "Diese Zahlen zeigen, wie wichtig die Tageseinsatzbereitschaft unserer Feuerwehr ist. Die Unterstützung der Tageseinsatzbereitschaft hauptsächlich in der Ortsfeuerwehr in Werdau durch Beschäftigte der Stadtverwaltung, welche in Feuerwehren organisiert sind, ist leider auf ein Minimum geschrumpft. Die Gründe sind den Verantwortlichen zwar bekannt, aber wohl nicht richtig bewusst."

Am meisten Einsätze gab es im Januar (35) und im August (25). Donnerstags (44) und freitags (37) waren die Wochentage, an denen am häufigsten durch die Sirene die Hilfe der Feuerwehr angefordert wurde. 207-mal mussten die Floriansjünger im letzten Jahr zu Einsätzen ausrücken. Das waren 14 Einsätze weniger als 2017. Dabei warteten folgende Aufgaben auf die Retter: 117 technische Hilfeleistungen, 29 Brände, 48 Fehlalarmierungen (davon 28 durch Brandmeldeanlagen) und 9 überörtliche Einsätze.

Diese Einsätze waren besonders herausfordernd:

Dabei bleiben Henning Tröger und seinen Mitstreitern auch einige schwierige Einsätze in Erinnerung. Sturmtief "Friederike" hielt die Helfer am 18. Januar auf Trab, als an 16 Einsatzstellen die Sturmschäden beseitigt werden mussten. Am Pfingstsonntag folgte ein Großbrand in einer Recyclingfirma in Steinpleis, im Juli ein Garagenbrand im Fischzuchtbetrieb in Steinpleis und im September ein Brand in einem Autohaus in Werdau. "Trotz des sehr trockenen Sommers in unserer Region sind wir von Feld-, Wald- und Wiesenbränden verschont geblieben", sagte der Gemeindewehrleiter.