25-Jähriges Bestehen des Diakoniewerks Westsachsen

Soziales Flexible Jugendhilfestation in Glauchau hilft Jugendlichen

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Das auffällige Gebäude der Flexiblen Jugendhilfestation in Glauchau an der Heinrich-Heine-Straße. Foto: Markus Pfeifer

Glauchau. Im auffälligen Gebäude an der Heinrich-Heine-Straße in Glauchau ist die Flexible Jugendhilfestation, früher bekannt als Haus H2, seit 1997 zuhause. Doch die Arbeit mit Jugendlichen gibt es unter dem Dach des Diakoniewerkes Westsachsen, das Träger der Einrichtung ist, schon seit 1992. Deshalb wurde am vergangenen Samstag das 25-jährige Bestehen mit einem kleinen Festakt gefeiert, zu dem rund 50 Gäste kamen.

Glauchaus Oberbürgermeister Peter Dresler und Traugott Kemmesies, Geschäftsführer des Diakoniewerkes Westsachsen, würdigten in ihren Ansprachen die Wichtigkeit der Arbeit. Denn die Flexible Jugendhilfestation kümmert sich um junge Menschen, die mit verschiedensten Problemen konfrontiert sind und ohne Unterstützung keine Lösung finden. "Wichtig ist es uns, die Angebote passend zur Nachfrage auszurichten", sagt Leiterin Sabine Feustel, die seit 2007 die Verantwortung hat.

Das jüngste Angebot der Flexiblen Jugendhilfestation wurde so die Arbeit mit jungen Geflüchteten, die nicht zuletzt im Alltag auf Begleitung angewiesen sind. Außerdem gehören die soziale Beratung und Begleitung, Erziehungsbeistandschaft sowie die sozialräumliche Familien- und Jugendhilfe mit der aufsuchenden Familientherapie zu den Leistungen, die von insgesamt sieben Mitarbeitenden erbracht werden. Ein bekanntes Angebot der Jugendhilfestation ist zudem das "Café Taktlos", bei dem es sich um einen jungen Leuten mitverwalteten sozialpädagogischen Treff handelt.

Neben verschieden Angeboten und Konzerten gibt es seit einiger Zeit einmal wöchentlich die "Volksküche", bei der 20 bis 30 Personen gemeinsam kochen und essen. Die Finanzierung der Einrichtung sicherzustellen ist für das Diakoniewerk Westsachsen eine Herausforderung, vor allem seit der massiven Kürzung der Jugendhilfegelder durch den Freistaat Sachsen im Jahr 2010.