25 Teilnehmer machen mit

Projektaufenthalt Auszubildende waren in der Gedenkstätte Auschwitz

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Christoph Heubner (re.) mit den Teilnehmern Max Reinhard und Karolina Topuszyriska. Foto: Frenzel

Zwickau/Werdau . Junge Leute, die im Volkswagen-Werk ihre Ausbildung absolvieren, haben vorübergehend ihren Arbeitsplatz gewechselt. Sie waren zu einem zweiwöchigen Projektaufenthalt in der Gedenkstätte Auschwitz. Dort konnten sie bei der Konservierung und Erhaltung helfen. "In einer Zeit, wo die Überlebenden gehen, gibt es jetzt die technischen Möglichkeiten, um einige Erinnerungsstücke für die Nachwelt zu erhalten", sagt Christoph Heubner, Vizepräsident des internationalen Auschwitz-Projektes. Er hat in der letzten Woche die 25 Teilnehmer des Projektaufenthaltes noch einmal in der Sportschule in Werdau zusammengetrommelt. Dort stand eine Auswertung mit verschiedenen Diskussionsrunden auf dem Programm. Das Besondere an der Aktion: Bei dem Vorhaben, was von Volkswagen unterstützt wird, arbeiten Jugendliche aus zwei Ländern zusammen. Am aktuellen Projekt durften 15 junge Leute aus den deutschen Werken in Zwickau, Chemnitz und Wolfsburg sowie 10 Teilnehmer aus Polen mitmachen. Dazu gehörte Max Reinhard aus Zwickau, der im Volkswagen-Werk im dritten Lehrjahr eine Ausbildung zum Mechatroniker absolviert. Der junge Mann hat wertvolle Erfahrungen gesammelt, die auch im Alltag helfen. Er sagt: "Mit Leuten, die ein verdrehtes Weltbild haben, spricht man nach den Eindrücken ganz anders." Die Sprachbarrieren hätten für die Teilnehmer kein Hindernis dargestellt. Max Reinhard hat selbst schon einige Polnisch-Vokabeln gelernt. Seit 15 Jahren organisieren Volkswagen und das internationale Auschwitz-Projekt die Begegnungen. Sie sind vor allem für junge Leute, die unter 26 Jahre alt sind, gedacht. "Das Interesse daran teilzunehmen ist sehr groß", sagt die Projektverantwortliche Ines Doberanzke-Milnikel. Es gibt stets mehr Bewerbungen als Plätze.