3. Liga: Es fährt ein Zug nach Erfurt

Fußball In Thüringen soll es Punkte geben

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Zwickauer Fans machen Stimmung. Foto: Ralph Koehler/Archiv

Zwickau. Es fährt ein Zug nach Erfurt. Die Fans der Westsachsen stehen im Abstiegskampf hinter ihrem FSV Zwickau. Erstmals in der Geschichte des FSV Zwickau fährt ein Sonderzug nach Erfurt. Hier findet am Samstag das traditionsreiche mitteldeutsche Duell beim FC Rot-Weiß statt.

Etwa 1.000 Anhänger der Muldestädter haben bisher Tickets geordert. Unterstützung erhalten sie dabei auch von Fans aus Dresden. Rot-weiße und schwarz-gelbe Schals gemeinsam in einem Block. Was für ein Anblick. Zwickauer und Dresdner Fans verstehen sich traditionell gut. Gemeinsam wollen sie die Zwickauer nach vorn puschen. Denn in der dritten Fußball-Liga geht es bekanntlich weiterhin eng zu.

Die Westsachsen fahren optimistisch in die thüringische Hauptstadt. Ihre Personalsituation hat sich deutlich verbessert. Neben Verteidiger Patrick Göbel steht auch Stürmer Jonas Nietfeld wieder im Aufgebot. Beide fehlten zuletzt wegen grippaler Infekte. Allerdings kann Trainer Ziegner nicht auf die gesperrten Mittelfeldakteure Davy Frick und René Lange zurückgreifen. Das Motto "Und täglich grüßt das Murmeltier" ist für Zwickaus Trainer Torsten Ziegner zu einer symptomatischen Aussage geworden.

"Wir stehen nach wie vor mit dem Rücken zur Wand und wollen in Erfurt unbedingt punkten. Für uns gilt es, den Schwung aus dem 1:0-Heimsieg gegen Holstein Kiel mitzunehmen. Wir wollen von der ersten Spielminute an ein unangenehmer und giftiger Gegner sein", so Ziegner weiter im Gespräch am Donnerstag. Sein Team könnte mit einem Sieg die Heim-Niederlage wett machen, die Abstiegsränge verlassen und Erfurt in der Tabelle überholen .

Ähnlich wie bei den Zwickauern wechselten sich im Verlauf der Saison bei den Thüringern starke und schwache Partien ab. "Erfurt hat die ähnliche Gabe wie wir, nach erfolgreichen Spielen nachzulassen. Beide Mannschaften haben zuletzt 1:0 gewonnen. In Erfurt wollen wir einen Rückschlag wie vor zwei Wochen in Wiesbaden, wo wir 0:3 verloren haben, unbedingt vermeiden", sagte Torsten Ziegner.