300.000 Euro teurer Abriss startet im August

Industriebrache Rückbau der alten Reißfaserfabrik kostet rund eine halbe Million Euro

300-000-euro-teurer-abriss-startet-im-august
Ein Schandfleck: Die alte Reißfaserfabrik wird abgerissen. Foto: Frenzel

Werdau. Die Brutzeit der Mauersegler bestimmt den Zeitplan für den Abriss des ehemaligen Reißfaserwerkes an der Straße der Jugend 2 in Werdau. "Mit der Fällung von Bäumen soll Ende Februar begonnen werden.

Durch die Brutzeit der Mauersegler kann der eigentliche Rückbau erst im August 2017 beginnen", sagt Karsten Piehler, Leiter des Fachbereichs für Planen und Bauen im Rathaus. Er macht deutlich, dass die Industriebranche bis Ende 2017 aus dem Stadtbild verschwunden sein soll. Die Kosten für den Abriss belaufen sich auf rund 522.000 Euro. Aus den Kassen des Freistaates wird ein Zuschuss von 469.000 Euro erwartet.

Der Komplex des ehemaligen Reißfaserwerkes ist aber längst nicht die einzige Industriebrache, mit der sich die Verantwortlichen im Rathaus momentan befassen müssen. Dazu gehören auch das alte Gaswerk an der Mühlenstraße und der Komplex an der Richardstraße 1 bis 3. Die Gesamtkosten an der Mühlenstraße werden auf rund 1,3 Millionen Euro beziffert. Dabei ist der Abriss (300.000 Euro) weitaus preiswerter als die folgende Bodensanierung (rund eine Million Euro).

Der Abriss soll frühestens im September 2017 beginnen. Die Bodensanierung folgt 2018. Für den Abbruch der Gebäude gibt es eine Finanzspritze von 281.000 Euro aus den Töpfen des Freistaates. Zudem wird der Bereich an der Richardstraße 1 bis 3 ins Visier genommen. "Die Erkundungsarbeiten sollen im ersten und zweiten Quartal durchgeführt werden. Sie dienen als Grundlage für die Beantragung der Fördermittel", informiert Karsten Piehler.