500 Jahre Industriekultur in Sachsen

Landesausstellung Zentralausstellung soll am 25. April im Audi-Bau eröffnet werden

Zwickau. 

Zwickau. Die Veranstalter der 4. Sächsischen Landesausstellung "Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen" gehen davon aus, dass Ausstellung wie geplant am 25. April im Audi-Bau in Zwickau eröffnet werden wird. "Die Zentralausstellung wird sich im Obergeschoss befinden und wir liegen ganz gut in der Zeit", sagte zur Pressekonferenz am Mittwoch Prof. Klaus Vogel, Direktor des Deutschen Hygiene-Museums Dresden. Er unterstrich: "Dass die Standortentscheidung auf den Hauptort Zwickau fiel, haben wir bisher keine Sekunde bereut".

Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß bekräftigte die Bedeutung Westsachsens beim Thema Industriekultur und erinnerte an ein altes Sprichwort, das sich die anwesenden Achtklässler des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums ruhig merken sollen: "Was in Zwickau und Chemnitz erarbeitet wird, wird in Leipzig gehandelt und in Dresden verprasst". Zwickau, das Zentrum der Elektromobilität in ganz Europa werden soll, sei gern Gastgeber dieser Ausstellung, so Findeiß.

Die Hauptausstellung in Zwickau ist in sechs große Themen geteilt: Barock und Berggeschrey, Garn und Globalisierung, Karl Marx und Karl May, Schockensöhne und Sachsenstolz, Trabi und Treuhand sowie Industriekultur 2020. Eines der Kernanliegen der Ausstellung sei es, die Industriekultur als wichtigen Teil der sächsischen Geschichte für die junge Generation verständlich und greifbar zu machen. "Um das zu erreichen, wurde für die Zentralausstellung ein vielfältiges Bildungs- und Vermittlungsprogramm für alle Altersstufen und Schulformen entwickelt", sagte die Projektleiterin Josefine Frank. Geplant sind sechs Führungen und Projekte sowie eine "Erlebnisspur" von elf Mitmachstationen.

Die achten Klassen des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Zwickau sowie des Gymnasiums "Alexander von Humboldt" Werdau haben ein Plakat mit den für sie wichtigsten Fragen zur Industrialisierung erstellt, das anderen Schulklassen als Einstieg in die Thematik dienen wird. Das Bildungs- und Vermittlungsprogramm wurde durch die großzügige Förderung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Zwickau ermöglicht.