500 Kilometer durch die Wildnis: Wissenschaftler gehen an ihre Grenzen

Expedition Unbekannte Tierwelt des Nassersees

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Der Ornithologe Jens Hering war wieder einmal unterwegs - zu seiner dritten Expedition zur Erforschung der unbekannten Tierwelt des Nassersees. Ihn und sein elfköpfiges Team überraschten auch diesmal unglaubliche Naturphänomene auf dem gigantischen Wüstensee. "Bei den täglichen Arbeiten im Freiland vom Morgengrauen bis spät in die Nacht bei nicht selten bis zu 40 Grad Celsius gingen das Wissenschaftsteam wie auch die nubische Crew an ihre Grenzen", so Hering.

Vorsicht vor Schlangenbissen, Skorpionen und Krokodilen!

Dabei galt es vor allem aufgrund verschiedener Gefahren auch besondere Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. "Trotz extremer Hitze waren wir an Land stets nur mit hohem Schuhwerk und langen Hosen unterwegs. Dies ist unbedingt notwendig, da das Gebiet für ein beachtliches Vorkommen der Wüsten-Sandviper bekannt ist", erzählt Hering von seinem Reiseabenteuer. Der Biss dieser Schlange sei tödlich. Nur die sofortige Amputation könne an diesem abgelegenen Ort das Leben retten.

Zudem gebe es unzählige Skorpione, vor allem den Gelben Mittelmeerskorpion, die ebenfalls sehr giftig sind. "Schließlich galt auch spezielle Vorsicht bei der Arbeit im Uferbereich. So fallen in jedem Jahr auf dem See tätige Fischer dem Nilkrokodil zum Opfer", erzählt Jens Hering weiter.

Schwarzfischer halfen der Mannschaft bei der Verpflegung

Eine Herausforderung sei zudem die Verpflegung der Mannschaft auf der 500 Kilometer langen Strecke gewesen. Schwarzfischer versorgten das Team mittels sogenannter Eisschiffe mit Kühlmitteln für die Kühltruhen. In einer Vortragsreihe will er demnächst die Forschungsergebnisse der Expedition vorstellen.