8 Millionen für einen Schulneubau

Baustart Sprachheilschule "Anne Frank" in Zwickau wird vom Freistaat gefördert

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V.li. Annegret Herold mit Oberbürgermeisterin Pia Findeiß, Kerstin Nikolaus und Katrin Georgi. Foto: msz / Alfredo Randazzo

Zwickau. Freude bei den Lehrern und Schülern der Zwickauer Sprachheilschule "Anne Frank": Seit Montag haben die Träume von einem Neubau Gestalt angenommen. Es gab grünes Licht aus der Landeshauptstadt. Nachdem eine finanzielle Unterstützung vom Freistaat im vergangenen Jahr gescheitert war, ist 2017 eine Mitfinanzierung offensichtlich gesichert. Nach aktuellen Planungen sollen im Mai 2018 in Sichtweite des bisherigen Schulstandorts die Arbeiten für ein Rundgebäude beginnen.

"Der Schulneubau wird aus heutiger Sicht etwa acht Millionen Euro kosten, ein Teil davon wird aus Dresden beigesteuert", so Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) im Rahmen einer Informationsveranstaltung zu Beginn der Woche. "Die 2,2 Millionen Euro Fördermittel sind jetzt nur noch eine Formsache", versicherte CDU-Landtagsabgeordnete Kerstin Nicolaus. Der Neubau soll Platz für zwölf Klassen bieten und kann damit mehr Schüler als bisher aufnehmen. Die 120 Mädchen und Jungen der Sprachheilschule sind zurzeit in der ehemaligen Goetheschule in Neuplanitz untergebracht. Die Sprachheilschule ist eine von sieben Förderschulen im Freistaat Sachsen. "Etwa 60 Prozent der Schüler kommen von außerhalb", informierte Schulleiterin Annegret Herold.

Die Zwickauer Schule kann eine lange Tradition vorweisen. Sie wurde im Jahr 1963 mit zwei Klassen im Schloss Osterstein gegründet. Später erfolgten mehrere Umzüge bis der heutige Standort, in der Goetheschule, gefunden war. Das Gebäude wurde im Jahr 1910 errichtet und hätte wegen fehlender Brandschutzanlagen saniert werden müssen. Das hätte die Stadt Zwickau rund 8 Millionen Euro gekostet. Über die Zukunft der denkmalgeschützten Goetheschule gibt es derzeit noch keine konkreten Vorstellungen.