Abriss oder Erhalt? Disskusion über Limbacher Bahnhof

Sorge "Es ist fünf vor und nicht nach zwölf"

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Bei einer der letzten Stadtratssitzungen stand unter anderem der marode Zustand des Limbacher Bahnhofs zum Thema. Dass dabei das Wort "Abriss" fiel - sofern der Denkmalschutz keine Einwände erhebt - treibt eine Gruppe Eisenbahnenthusiasten kräftig um und lässt sie Argumente für einen Erhalt sammeln.

Bahnhof im Industrie-Stil

Marvin Müller möchte dem Ganzen eine Stimme geben: "Wie es heißt, gab es von Stadtseite eine Projektskizze für eine Nutzung als Museumsdepot. Dabei war von Kosten rund um drei Millionen Euro die Rede. Es ist doch gar keine Luxussanierung nötig, man kann das Objekt durchaus im Industrie-Stil ganz sachlich belassen. So könnte der bereits abgetragene Mittelbau neu aus Glas entstehen." Die Befürworter des Erhalts können sich für den bau- und verkehrsgeschichtlich wertvollen Bahnhof verschiedene Modelle vorstellen: So halten sie Räume für Startups, Bandproben, Veranstaltungsräume oder eben auch ein Museumsdepot für denkbar.

"Wir haben im Team Gedanken gesammelt, um den Bahnhof zu retten - auch weil wir der festen Überzeugung sind, dass es von der Bausubstanz her noch fünf vor und nicht nach zwölf ist", so der junge Stadtrat. Laut Müller ist ein Bahnhof eines der Aushängeschilder einer Stadt, zumal die Anbindung einst hart erkämpft war. "Außerdem ist es einer der letzten alten sächsischen Bahnhöfe in der Region. Glänzende Beispiele zur gelungenen Reaktivierung von Bahnhöfen finden wir in Oelsnitz, Stollberg und Frankenberg", so das CDU-Mitglied.