Adé Weihnachten! Mülsener werfen die Bäume weg

Aktion Weitester Werfer brachte seinen Baum 8,11 Meter weit

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Der Spaß stand bei den Teilnehmern wie immer im Vordergrund. Foto: Andreas Wohland

Mülsen St. Jacob. Für die Organisatoren des "Tannebamweitwerfens" in Mülsen St. Jacob war die "13" keineswegs eine Unglückszahl. Denn genauso oft haben sie inzwischen zu diesem Spaßwettkampf ans Feuerwehrgerätehaus eingeladen. Vergangenen Samstag versuchten mehr als 100 Hobbywerfer die ausgedienten Weihnachtsbäume so weit wie möglich durch die Luft zu schleudern.

Speerwurf-Technik ist Vorschrift

Und damit mit dabei wirklich alles mit rechten Dingen zuging, gab es klare Regeln. Männer, Frauen und Kinder traten in gesonderten Kategorien an. Zudem wurden die benadelten Sportgeräte vor dem Wettkampf "geeicht". Die Bäume für die Erwachsenen brachten alle exakt ein Gewicht von fünf Kilogramm auf die Waage. "Auch wenn der Spaß im Vordergrund steht, nehmen wir es mit den Rahmenbedingungen sehr genau. Die fünf Kilogramm und die Anwendung der Speerwurf-Technik sind dabei Gesetz", sagte Frank Graf, Vorsitzender des Feuerwehrvereines Mülsen St. Jacob.

Es wurden keine Rekorde geknackt

Ob sich die Teilnehmer dann allerdings für ein eher aerodynamisch gewachsenes Bäumchen oder doch lieber für ein griffiges Exemplar entschieden, blieb letztendlich jedem selbst überlassen. Die heimliche Hoffnung von Frank Graf, es könnte womöglich einer der beiden Weitenrekorde geknackt werden, erfüllte sich leider nicht. Bei den Männern kam keiner an die 13,36 Meter heran, die Karsten Lange vergangenes Jahr hingelegt hatte. Die größte Weite schaffte Robin Hallbauer mit 8,11 Meter.

Auch der seit 2012 bestehende Rekord von Kristin Siebdraht (7,14 Meter) blieb unangetastet. Der Baum von Nadine Unger landete bei 5,04 Meter. Rekordhalterin Kristin Siebdraht belegte mit 4,26 Meter diesmal den dritten Platz. Ihr Kommentar: "Irgendwann wird eine größere Weite erzielt. Ich für meinen Teil gebe mir jedenfalls alle Mühe damit."