ADAC-GT-Masters-Testtag auf dem Sachsenring

Motorsport Übung macht den Meister

Hohenstein-Ernstthal. 

Hohenstein-Ernstthal. Vom 2. bis 4. Oktober wird die Auto-Rennserie ADAC GT Masters auf dem Sachsenring ihr Stelldichein geben. Ginge es nach dem Willen des örtlichen Veranstalters ADAC Sachsen, könnten bei der vierten von sieben geplanten Stationen sogar verschiedene Zuschauerbereiche rings um die bei Fans und Fahrern gleichermaßen beliebte Berg- und Talbahn geöffnet werden. Wenn nicht, verkäme es zu einer ähnlich trostlosen (TV-)Veranstaltung wie am vergangenen Wochenende auf dem Lausitzring. Vor leeren Rängen fand dort der Corona-bedingt deutlich verspätete Saisonauftakt der "Liga der Supersportwagen" statt.

 

Plauener nur zu Testzwecken

 

Ein großer Teil der dortigen Akteure reiste vom Lausitzring direkt weiter an den Sachsenring, um, in Hinblick aufs erste Oktober-Wochenende, ausgiebig zu testen. Das Angebot des Fahrsicherheitszentrums Sachsenring nahmen 13 Teams mit insgesamt 23 der sonst 33 aktiven Boliden dankend an.

Hinzu kam das Team Yaco Racing des Plauener Ex-Rallyefahrers Uwe Geipel, welches jedoch einen Audi R8 LMS mit den beiden Österreichern Simon Reicher und Norbert Siedler nur zu reinen Testzwecken auf die Strecke schickte. Renneinsätze sind, entgegen der ursprünglichen Planung, in diesem Jahr keine geplant, sodass sich das Comeback der beliebten Truppe aus dem Vogtland wohl noch bis mindestens nächstes Jahr hinziehen dürfte.

 

Sieger vom Saisonauftakt nutzten Test-Chance

Unter den den FSZ-Testtag nutzenden Teams waren auch die beiden Siegermannschaften der Auftaktveranstaltung am vergangenen Wochenende. Der in Monaco lebende Münchner Maro Engel und sein Teamkollege Luca Stolz aus Brachbach in Rheinland-Pfalz gewannen in der Lausitz mit dem Mercedes-AMG GT3 Evo des Teams Toksport WRT das erste Saisonrennen am Samstag und tags darauf die beiden Belgier Dries Vanthoor und Charles Weerts in einem Audi R8 LMS vom Team WRT.

 

GT-Nachwuchs schwänzte zum Teil

 

Waren am Lausitzring neben der Top-Klasse ADAC GT Masters noch die Renntourenwagen der ADAC TCR Germany sowie die ADAC Formel 4 am Start, wird letztere im Oktober am Sachsenring fehlen. Dafür wird die zweite Liga im deutschen GT-Sport, die ADAC GT4 Germany, im Programm sein. Aus deren Fundus nahmen, nicht ganz nachvollziehbar, nur sechs Teams mit sieben Autos die Testmöglichkeit war. Da hierbei aus der ADAC TCR Germany auch das in Chemnitz-Mittelbach beheimatete Team Profi Car Honda ADAC Sachsen bzw. Profi Car Team Halder mitmischten, waren in deren Sessions zumindest bis zu elf Autos auf der Strecke. Neben dem Chemnitzer Dominik Fugel, der auf dem Lausitzring den zweiten TCR-Lauf gewonnen hatte, und Testfahrer Christopher Röhner aus Mülsen waren hier die Geschwister Mike und Michelle Halder aus Meßkirch in Baden-Württemberg am Start.