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Adler schleppen ultraleicht

Aero-Club Zwickau Modernisierung des Flugzeugparks

Der Flugleiter hat die Starterlaubnis erteilt. Da kann's also losgehen. Den Gashebel nach vorne geschoben, wird das Flugzeug immer schneller. Bei einer Geschwindigkeit von 110 Kilometern in der Stunde hebt es nach rund 150 Metern ab. Für Nico Lenk, der die Maschine flog, war das Ganze schon Routine, für den "Copiloten" aber eine Premiere! Schließlich war es nicht irgendein Flugzeug des hiesigen Aero-Clubs, sondern das neueste und modernste: Das ultraleichte WT 9 Dynamic. Mit dem Erwerb dieses UL's ist wieder ein Stück des notwendigen Wachwechsels in der Flugtechnik des Zwickauer Luftsportvereins vollzogen. Mit dem Motorsegler "Super Dimona" und dem ultraleichten "C 42 Ikarus" steht bereits Modernes im Hangar. Das WT 9 ist bei Zwickaus Adlern so etwas wie das Flaggschiff und wird das bisherige Arbeitstier, die "Wilga", ablösen und oft am Himmel mit einem Segelflugzeug im Schlepp zu sehen sein. Die Ausmusterung der altgedienten "Wilga", seit 1972 im Einsatz, geschah mit einem lachenden, aber auch weinenden Auge. Ältere Mitglieder erinnern sich an die Schleppflugzeuge CSS-13, die verschiedenen tschechischen Trener-Typen und die L 60. Sie alle waren Flugzeuge mit einem charakteristischen Gesicht gewesen. Diese Vielfalt ist längst zu Ende. Die modernen UL sehen alle ein bisschen gleich aus. So gesehen ist das Ende der "Wilga" schon eine deutliche Zäsur. "Geschichtsbewusstsein ist wichtig. Mit Nostalgie aber kann unser Verein nicht für die Zukunft fit gemacht werden", so Vereinschef Joachim Lenk. msz//frilei



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