Adventsbier in Kirchberg

Hobby Zum Brauen für den Eigengebrauch braucht man keine Lizenz

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Tino Fäustel hat Adventsbier gebraut. Foto: Nicole Schwalbe

Kirchberg. Was vor zehn Jahren anfangs ein Scherz war, ist mittlerweile "Bierernst" geworden. Tino Fäustel ist Hobby-Bierbrauer. Das bedeutet nicht, dass er sich wie ein Zauberer in die Hexenküche stellt und wahllos ein paar Zutaten in den Kessel wirft. Der Software-Entwickler hat im Laufe der Jahre eine richtig kleine Bibliothek über das Bierbrauen und Mälzern angelegt - und auch gelesen. Natürlich hat er sich auch im Laufe der Zeit professionelles Equipment angeschafft. "Wenn man ein wohlschmeckendes Ergebnis haben will, muss man sich näher damit beschäftigen", so Fäustel. Zu Beginn hat er noch sechs bis acht Mal im Jahr gebraut, nun gibt es beruflich bedingt nur noch zwei feste Brautermine: Zur Holunderblütenzeit und zur Adventszeit. "Ich habe das Adventsbier mit Zutaten wie Zimt, Nelken, Orange und anderen geheimen Zutaten gebraut, dabei muss es nach dem Abkochen etwa eine Woche lang offen gären", verrät der Hobby-Brauer aus dem Braukästchen. "Beim Bier gibt es zwei verschiedene Hefearten: Obergäriges und Untergäriges", so Fäustel. Da das untergärige Hopfengetränk eher kühlere Temperaturen bevorzugt, wird dieses kurzerhand zum Adventsbier.

Als der "Braumeister" noch in den Kinderschuhen steckte, köchelte er gerade mal zehn Liter in einem gewöhnlichen Küchentopf. Heute sind es schon 30 Liter, die Fäustel in seiner Mini-Brauerei herstellt, um Freunde und Kunden zu beglücken. "Vielleicht braue ich ausnahmsweise noch ein Winterpils", stellt Fäustel in Aussicht.