Älteste Holzbrücke Sachsens teurer als geplant

Kostenexplosion Stadtrat zieht Notbremse - Sanierung Röhrensteg gestoppt

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Der alte Röhrensteg soll saniert werden.Foto: Ralph Koehler/propicture

Zwickau. Der Röhrensteg über die Mulde in Zwickau ist ein bedeutendes Kulturdenkmal. In diesen Tagen sollte er einer Verjüngungskur unterzogen werden. Damit wurde Anfang September begonnen. Die Grundinstandsetzung des gesamten Bauwerkes sollte im Einklang mit den Vorgaben des Denkmalschutzes stehen. Inzwischen haben die Zwickauer Stadträte allerdings die Notbremse gezogen.

Summe kann sich noch erhöhen

Die mit 400.000. Euro veranschlagte Sanierung der ältesten Holzbrücke Sachsens wird teurer als ursprünglich geschätzt. Aktuell stehen Beträge um die 580.000 Euro im Raum. Doch die Summe kann sich durchaus noch weiter erhöhen. Durch den derzeitigen hohen Wasserstand der Mulde, um die 180 Zentimeter, werden die Arbeiten für die Erstellung der Stützpfeiler und Fundamente erschwert. Der zum Einsatz kommende Bagger benötigt einen festen Stand und muss diesen erst mühselig mittels Betonplatten herstellen.

Der Röhrensteg wurde vermutlich im Jahr 1535 erbaut und existiert seit 1790 in der heutigen Form. Ursprünglich diente die "Brücke" als Wasserleitung. Allerdings haben ihr im Laufe der Jahre Witterungseinflüsse erheblich zugesetzt. Bei Brückenprüfung wurde der Zustand als "nicht ausreichend" beschrieben.