Ärgerlich: Zuschriften erfolgen anonym

Politik Landtagsabgeordnete Ines Springer ärgert sich über Entwicklung

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Ines Springer Foto: Frenzel

Glauchau . Die Landtagsabgeordnete Ines Springer (CDU) stellt einen Werteverfall in der Diskussionskultur fest. In ihrem Büro treffen immer häufiger anonyme Briefe ein. Die Bürger schildern ihre Anliegen und Sorgen - zum Teil fein leserlich aufgeschrieben. Sie teilen allerdings weder ihren Namen noch ihre Adresse mit. Das macht Ines Springer, die seit 2009 im sächsischen Landtag sitzt, ratlos. "Die Leute machen dicht. Früher standen sie viel häufiger hier auf der Matte und haben ihre Probleme selbst vorgetragen", ärgert sich Ines Springer über die Entwicklung.

Sie hat in dieser Woche bei einem Pressefrühstück mit Journalisten über die Häufung der anonymen Briefe informiert und für die Rückkehr zu einer offenen Diskussion geworben. Ideen, wie das gelingen kann, will die CDU-Frau auch in Gesprächen mit Oberbürgermeistern und Bürgermeister aus der Region sowie weiteren Kollegen aus dem sächsischen Landtag suchen.

Kurz vor Weihnachten landen viele aktuelle Themen auf dem Tisch von Ines Springer. Sie beschäftigt sich momentan unter anderem mit der Zukunft des Daetz-Centrums in Lichtenstein, der Debatte zur Schaffung eines neuen Gewerbegebietes zwischen Meerane und Crimmitschau sowie dem Trassenverlauf für den Weiterbau der Ortsumgehung von Waldenburg.