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Chemnitz

Agrargenossenschaft verzichtet auf Chemie

Gesundheit Erstmals werden Kartoffeln angeboten, bei denen auf Pflanzenschutz verzichtet wurde

Schönberg. 

Schönberg. Bei der Agrargenossenschaft in Schönberg hat am Donnerstag der Kartoffelverkauf begonnen. Dabei gibt es diesmal eine Premiere. Neben den konventionell erzeugten Erdäpfeln werden auch unter ökologischen Gesichtspunkten erzeugte Kartoffeln der rotschaligen Sorte Laura und der Sorte Solara in grünen Netzen angeboten.

Laut Vorstand Thomas Müller können diese zwar nicht Bio-Kartoffeln genannt werden, wie der Landwirtschaftsbetrieb kein Bio-Betrieb ist, aber auf Chemie wurde vom Legen bis zur Ernte der Erdäpfel dennoch konsequent verzichtet. Auf einer Fläche von drei Hektar erfolgte der Anbau auf diese Art. "Wir wollen sehen, wie das von den Kunden angenommen wird", sagt Müller, für den es wichtig ist, mit der Zeit zu gehen und sich auf die neuen Anforderungen und Wünsche einzustellen. Doch die Kunden müssten auch bereit sein, es zu bezahlen. Denn die Kartoffeln, bei denen auf chemischen Pflanzenschutz verzichtet wurde, sind teurer. Das hat einen einfachen Grund. "Der Ertrag ist nur halb so hoch", erklärt Müller. Denn die Pflanzen verlieren wie eben in der Natur üblich eher ihre Kraft, weshalb die Knollen weniger wachsen.

Das Wetter spielte den Landwirten dieses Jahr aber in die Hände, was das ökologische Versuchsprojekt im Kartoffelanbau erleichterte.

Insgesamt waren die Erträge bei den Kartoffeln bisher zufriedenstellend, obwohl es natürlich schon bessere Jahre gab. Insgesamt baute die Agrargenossenschaft Schönberg dieses Jahr Kartoffeln auf rund 160 Hektar Ackerland an.

Die Ernte läuft bis Anfang Oktober, gestaltet sich aufgrund der Trockenheit nun aber wieder schwierig.

Der Verkauf in Schönberg in der Halle an der Hauptstraße 1 läuft bis 2. Oktober. Wenn die unter ökologischen Aspekten erzeugten Kartoffeln einen guten Absatz finden, sollen sie kommendes Jahr auf weiteren Flächen angebaut werden.



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