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Als Lolita auf der Buchmesse

Vorgestellt Die Zwickauerin Carrie Goliasch liebt japanische Kultur

Die Zwickauerin Carrie Goliasch hat bereits zum vierten Mal die Leipziger Buchmesse besucht. In diesem Jahr stand dort eine komplette Halle unter dem Motto "Manga-Comic-Convention", die viele junge Menschen anzieht, die sich für Japan und den dortigen Comic, den "Manga", interessieren. Wer sich sonst noch nicht mit dem Thema "Manga" beschäftigt hat, wird sich über die vielen kostümierten Menschen wundern. Es handelt sich allerdings keineswegs um einen verspäteten Fasching. Diese Verkleideten sind sogenannte "Cosplayer", so wie die junge Zwickauerin Carrie Goliasch. "Cosplay bedeutet, dass wir uns die Kostüme aus Manga, Anime oder auch von westlichen Comics, Filmen oder Bands detailgetreu nachschneidern und diese dann auf regionalen Treffen oder überregionalen Conventions präsentieren", erklärt die 19-Jährige ihr Hobby. Am Samstag und Sonntag trug sie zwei verschiedene Lolita-Outfits, am Freitag ein Kostüm aus einem angesagten Manga. "Man kann sich die Leipziger Buchmesse gar nicht mehr ohne die vielen Menschen in verschiedensten Kostümen vorstellen. Diese sind detailreich und wirklich schön anzusehen, selbst wenn man sich nicht dafür interessiert", sagt Carrie Goliasch. Sie gibt selber durchschnittlich 100 Euro für ein Kostüm aus, das sie selber anfertigt. "Es geht dabei auch nicht nur um einen Wettbewerb, wer schöner aussieht, wir Cosplayer treffen uns mit Freunden aus ganz Deutschland, um gemeinsam Zeit verbringen zu können. Leider sind die vier Tage viel zu wenig, um wirklich alles auf der Buchmesse zu sehen", so die Zwickauerin, die nächstes Jahr sicher auch wieder auf der Buchmesse sein wird.