Altaraufsatz aus Cranach-Werkstatt

Seminar Wissenschaftler tagen zu "Cranach in Zwickau"

Der 1518 entstandene Retabel (Altaraufsatz) aus der Cranach-Werkstatt führt am 16. Oktober etwa 25 Kunsthistoriker, Restauratoren und Kirchenvertreter in die Zwickauer St. Katharinenkirche. Im Mittelpunkt des Studientages stehen neue Forschungsergebnisse. In den kommenden zwei Jahren sollen umfangreiche Dokumentationen über die wechselvolle Geschichte und den materiellen Befund des Bildwerks entstehen. Der Freitag dient zur Vorbereitung des Vorhabens. Bereits am Vortag werden technologische Befundsondagen angestellt. Diese erfolgen unter anderem in Kooperation mit dem Restaurierungswissenschaftler und Cranach-Experten Professor Dr. Gunnar Heydenreich von der Technischen Hochschule Köln. Mit Einführung der Reformation in Zwickau war der altkirchliche Kultgegenstand nutzlos geworden, aber nicht als wertlos angesehen worden. Ursprünglich in der Stadt- und Hauptpfarrkirche St. Marien errichtet, wurde das Bildwerk - die Mitteltafel zeigt die selten dargestellte Fußwaschungsszene - in der Folge mehrfach umgesetzt. Gefördert wird das aktuelle Projekt von der Sparkasse Zwickau gemeinsam mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung. Der diesjährige Studientag wird ebenfalls von der Westsächsischen Hochschule Zwickau unterstützt. msz/inh