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Alte Redehalle wird zum Kolumbarium

Bauprojekt Hauptfriedhof erhält bald neue Beisetzungsstätte

Zwickau. 

Zwickau. Die ehemalige "Alte Redehalle" auf dem Zwickauer Hauptfriedhof wird derzeit zu einem Kolumbarium umgebaut. Als Kolumbarium wird in der Regel ein oberirdisches Bauwerk bezeichnet, das der Aufbewahrung von Urnen oder Särgen dient. Diese Form der Beisetzung ist vor allem in südlichen Ländern ein weit verbreiteter Bestandteil der Begräbniskultur. Mit der Einführung der Feuerbestattung gab es ab 1879 auch in Deutschland derartige Bauwerke für Urnen. Allerdings konnte sich diese Beisetzungsform in hiesigen Breiten nie so richtig durchsetzen.

Erst seit den 1990er-Jahren werden in Deutschland wieder vermehrt Kolumbarien errichtet. Auch auf dem Zwickauer Hauptfriedhof gab es früher so eine Anlage, die noch heute besichtigt werden kann. Sie befindet sich auf der "Bahn-Seite" in einem Abschnitt der Umgrenzungsmauer. Dort setzte man eine zeitlang Urnen in Wandnischen ein, die im Anschluss mit einer Platte verschlossen wurden.

Mit dem Umbau der "Alten Redehalle" zu einem Kolumbarium schlägt die Stadt gleich mehrere Fliegen gleichzeitig. Einerseits wird man damit der gewachsenen Nachfrage zu einer derartigen Begräbnisstätte gerecht. Nach Abschluss der Arbeiten, sollen dort ab Ende des Jahres mehr als 400 Urnenkammern zur Verfügung stehen. Auf der anderen Seite erfährt das unter Denkmalschutz stehende Gebäude eine neue und der Örtlichkeit angemessene Nutzung. Für Trauerfeiern spielte die "Alte Redehalle" seit dem Anbau einer neuen Trauerhalle an das Krematorium keine Rolle mehr, wurde nur noch bis zur Mitte der 1950er-Jahre für kirchliche und weltliche Trauerfeiern genutzt.

In der Folgezeit diente es als Garage und Lager. Um das denkmalgeschützte Bauwerk zu erhalten, ließ die Stadt im Jahr 1999 das Dach erneuern.



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