Alte Textilmaschinen sind nach wie vor in Betrieb

Museum Thomas Zinke pflegt besondere Schätze in Hohenstein

alte-textilmaschinen-sind-nach-wie-vor-in-betrieb
Thomas Zinke an einem der historischen Webstühle im Museum. Foto: Markus Pfeifer

Hohenstein-Ernstthal. Am Samstag sollen im Textil- und Rennsportmuseum in Hohenstein-Ernstthal wieder die Webstühle rattern. Das Museum ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet und es wird ganztags Sondervorführungen in der Schauwerkstatt mit dem Jacquardmaschinen geben.

Diese besondere Technologie revolutionierte einst die Weberei. Einer der Pioniere, der Chemnitzer Textilmaschinen-Fabrikant Louis Ferdinand Schönherr (1817 bis 1911) erblickte vor genau 200 Jahren das Licht der Welt. Genau 100 Jahre alt ist eine der historischen Maschinen, die Museum von Thomas Zinke gehegt und gepflegt werden. Im Einsatz war sie bis kurz nach der Wende in einem Betrieb der VEB Möbelstoff und Plüschwerke. "Sie ist nach wie vor voll lauffähig", sagt der Tüftler, auf dem guten Stück besondere Decken webt.

Die Muster entstehen, weil spezielle Lochkarten die Steuerung und eine insgesamt ausgeklügelte Mechanik dafür sorgen, dass Nadel und Faden genau das machen, was sie sollen. Auch Lochkarten hat Zinke schon selbst angefertigt, wofür reichlich Geduld und Konzentration nötig waren. Denn für die Decke, die derzeit entsteht, braucht man allein 1600 Lochkarten. "Wie das geht, habe ich mir selbst angeeignet", sagt Zinke, der selbst 20 Jahre in der Textilbranche tätig war, natürlich mit deutlich modernerer Technik.