Altenpflegerinnen profitieren von "Zeitenwende"

Umstellung Bewohner können jetzt länger schlafen

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Altenpflegerin Doreen Räßler mit Einrichtungsleiter Thomas Rüffer. Foto: Markus Pfeifer

Hohenstein-Ernstthal. Kurz nach Ostern hatte es im Altenpflegeheim "Haus Jahreszeiten" im Bethlehemstift in Hohenstein-Ernstthal eine "Zeitenwende" gegeben. Der Betrieb in der Einrichtung wurde so umgestellt, dass die Arbeit am Morgen nicht mehr regulär um 6 Uhr, sondern erst um 7 Uhr beginnt.

Gerade für Mütter ist das von Bedeutung. "Die Kita öffnet ja erst 6 Uhr, da wäre das sonst nicht zu schaffen", sagt Doreen Räßler, die eine der Altenpflegerinnen im Haus Jahreszeiten ist.

Spaß an der Arbeit

Sie wohnt in Wilkau-Haßlau, entschied sich aber dennoch für die Stelle im Bethlehemstift. Denn trotz einer Fahrzeit von einer halben Stunde ist für sie durch den späteren Dienstbeginn alles besser zu handhaben. Die 36-Jährige hat drei Kinder und profitiert davon, dass das Diakoniewerk Westsachsen als ihr Arbeitgeber mit flexiblen Lösungen für Familienfreundlichkeit sorgt.

Auch die Stimmung im Team sei gut, so dass die anspruchsvolle und körperliche schwere Arbeit in der Altenpflege derzeit wirklich Spaß macht. Laut Einrichtungseinleiter Thomas Rüffer haben die veränderten Dienstzeiten und die Flexibilität dafür gesorgt, dass trotz der schwierigen Lage auf dem Arbeitsmarkt derzeit alle Stellen besetzt sind.

"Auch die Bewohner haben die Umstellung gut angenommen", sagt Rüffer. Sie werden jetzt beispielsweise nicht mehr so zeitig geweckt. Insgesamt hat das Bethlehemstift derzeit 93 Bewohner. Die älteste Bewohnerin ist 105 Jahre alt. Zur der Anlage am Alten Sachsenring gehört auch das Gästehaus des Diakoniewerkes Westsachsen.