Alter Limbacher Bahnhof wird im Januar abgerissen

Entscheidung Die Suche nach einem Investor blieb ohne Erfolg

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Der Bahnhof am Ostring in Limbach-Oberfrohna wird abgerissen. Dafür stimmten bereits Ende des vergangenen Jahres 19 Stadträte - sie hatten acht Nein-Stimmen auf der Gegenseite. Bis es zum Abriss kommen sollte, wurde dem Bahnhof allerdings eine allerletzte Gnadenfrist gegeben: Die Freien Wähler stellten einen Ergänzungsantrag, der die Suche nach einem Investor bis 30. September 2020 freimachte. Die Suche blieb jedoch ohne Erfolg. Zwar habe es laut Rathaus drei Interessenten für das Objekt gegeben - doch keiner davon sei letztlich wirklich fruchtbringend gewesen.

Rettung des Bahnhofs würde hohe Kosten bedeuten

Die Befürworter des Abrisses nannten bereits im letzten Jahr etwa vier Millionen Euro Sanierungskosten bei einer möglichen Rettung des Bahnhofs. "Über viele Jahrzehnte wurde es versäumt, Instandhaltungsmaßnahmen zu ergreifen und nachdem seit Mai 2000 keine Züge mehr nach Limbach rollten, verfiel das Objekt zusehends", sagte beispielsweise Gerd Härtig von den Freien Wählern. Bis zum Schluss gegen den Abriss war der CDU-Stadtrat Marvin Müller. Er hatte eine Debatte angestoßen, die die Rettung des Areals beinhaltete. "Der Bahnhof ist in dieser Art einer der letzten in der Region", so Müller. "Sicher habe ich gewusst, dass die Erfolgsquote bei diesem Projekt eher gering ist. Dennoch habe ich versucht, den Bahnhof einer möglichen Nutzung zuzuführen, ihn als historisches Gebäude zu erhalten. Leider kam das Engagement viele Jahre zu spät", sagt der junge Mann heute.

Nach dem Abriss des 1871 errichteten Bahnhofs, der für Januar 2021 datiert ist, soll auf der Fläche eine Oase für Schmetterlinge entstehen. Geplant ist es, nach einer Entsiegelung Pflanzen zu säen, die Insekten anlocken. Die Kosten für den Abriss betragen 350.000 Euro, einen Großteil davon erhält die Stadt Limbach-Oberfrohna als Fördergeld.