Altersarmut ist bei uns weiblich

Gehalt Frauen verdienen oft zu wenig

Frauen verdienen prozentual immer noch weniger als Männer und auch die aktuelle Renten-Diskussion zeigt: Monetärer Verzicht in jungen Jahren rächt sich im Alter. "Frauen fehlt die Liebe zum Geld", sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work. "Wenn Frauen nicht um die Sahnehäubchen verhandeln, bleiben ihnen am Ende des Berufslebens nur die Brotkrumen." Altersarmut ist weiblich, doch der Grundstein dafür wird in jungen Jahren gelegt. Befragt nach den Wünschen und Anforderungen an potenzielle Arbeitgeber, wählten 300, von den Veranstaltern der women&work befragte Frauen, ein gutes Einstiegsgehalt nur auf Platz 26 von insgesamt 51 zur Wahl stehenden Kriterien. "Vielen Frauen ist Geld weniger wichtig als ein gutes Betriebsklima oder eine wertschätzende Führungskultur", sagt Melanie Vogel. "Sie vergessen dabei, dass eine gute Leistung auch einen finanziellen Gegenwert haben muss."

Das bestätigt auch Claudia Kimich, Verhandlungsexpertin und Autorin des Buches "Um Geld verhandeln". "Frauen versäumen zu oft, in Gehaltsverhandlungen geschickt zu taktieren." Die Expertin hat daher drei Tipps zusammengestellt, die helfen, bei Gehaltsverhandlungen geschickt auch die Sahnehäubchen abzugreifen.