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Am Freitag kracht es oft

Unfall-Bilanz Fehlender Sicherheitsabstand führt zu Kollisionen

Am Freitag zwischen 12 und 16 Uhr hat es im vergangenen Jahr auf den Straßen im Vogtland und in Westsachsen am häufigsten gekracht. Das geht aus dem Verkehrsbericht der Polizeidirektion Südwestsachsen, der vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde, hervor. In der genannten Zeit passierten 721 Unfälle. Kurz vor dem Start in das Wochenende lässt bei den Verkehrsteilnehmern offenbar die Aufmerksamkeit stark nach.

Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum am Dienstag (676 Unfälle) und am Mittwoch (566 Unfälle) müssen die Beamten viel seltener eine Kollision aufnehmen. An den Wochenenden ereigneten sich noch deutlich weniger Unfälle.

Die Verantwortlichen der Polizeidirektion Südwestsachsen verzeichnen in ihrem Zuständigkeitsbereich eine ähnliche Entwicklung wie im Bundesgebiet. Sie mussten im vergangenen Jahr 14.846 Verkehrsunfälle aufnehmen. Das sind 524 Unfälle weniger als im Jahr 2012. Dabei gab es im vergangenen Jahr insgesamt 1386 Leichtverletzte und 539 Schwerverletzte zu beklagen. In Westsachsen und im Vogtland sind 29 Personen nach Unfällen gestorben. Die häufigsten Ursachen für die Zusammenstöße waren nach Angaben des zuständigen Referatsleiters René Demmler unter anderem ungenügender Sicherheitsabstand, Nichtbeachten der Vorfahrt und überhöhte Geschwindigkeit.

Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung sind junge Fahrer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren in Südwestsachsen weiterhin überproportional häufig an Verkehrsunfällen beteiligt. Sie waren in 2092 Unfälle mit 397 verletzten Personen verwickelt. Der Anteil der Altersgruppe am Unfallgeschehen beträgt 14 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 waren die Nachwuchs-Autofahrer noch an 2811 Unfällen in der Region beteiligt.