Amt stellt Arbeitslose frei

Flüchtlingskrise Jobcenter unterstützt Integration von Asylbewerbern

Bei der Betreuung und Integration von Asylbewerbern sind die Behörden und die karitativen Einrichtungen stark auf die Mitarbeit von freiwilligen Helfern angewiesen. Dass dabei ein finanzieller Ausgleich in Form einer Aufwandsentschädigung geleistet wird, ist noch eher die Ausnahme. Dennoch engagieren sich immer mehr Menschen in der Flüchtlingsarbeit. Dies bestätigt die Zwickauer Agentur für Arbeit. Neben der Jobvermittlung für anerkannte Flüchtlinge und Deutschkursen für Asylbewerber unterstützt die Agentur auch Freiwillige, die sich in ihrer Zeit der Arbeitslosigkeit ehrenamtlich als Flüchtlingshelfer engagieren. Dazu können sich die Helfer für eine begrenzte Zeit von der Jobvermittlung freistellen lassen. "Erbringt der Arbeitslose die Tätigkeit im Rahmen einer organisierten Hilfsaktion für die Flüchtlinge, bestehen keinerlei Bedenken", so der Leiter der Zwickauer Arbeitsagentur, Andreas Fleischer. Wichtig ist nur, wie die Agentur-Sprecherin Mirjam Sobe betont, dass der Flüchtlingshelfer die Behörde über seine Tätigkeit informiert. Der oder die Arbeitslose kann sich für drei, maximal vier Wochen freistellen lassen. Auch eine Verlängerung ist möglich, so Sobe.

Diese Zeit wird nicht von der Urlaubszeit abgezogen. Jeder Jobsuchende, der Leistungen von der Arbeitsagentur erhält, hat pro Jahr 21 Tage lang Anspruch auf "Urlaub", in dem er für die Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung stehen muss. Diese Regelung wurde auf die Flüchtlingshilfe ausgedehnt. "Dann schreiben wir die Jobsuchenden nicht für ein Bewerbungsgespräch an", sagt die Sprecherin. Die Ausnahmen gelten für Bezieher von Arbeitslosengeld I und II gleichermaßen. Eine Aufwandsentschädigung wird jedoch nach den üblichen Regeln auf den Leistungsanspruch angerechnet.