Amtsantritt der Friedensrichter

Gesellschaft Schiedsstellen sind neu besetzt

Am gestrigen Dienstag wurden die neuen Inhaber der Zwickauer Schiedsstellen, Mario Schnabel und Eckhard Leuschner (zuvor schon in Aue tätig), offiziell von Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß und Rechtsamtsleiter Joachim Schwill in ihre Ämter eingeführt. Die beiden Herren übernehmen das auf fünf Jahre angelegte Ehrenamt von ihren Vorgängerinnen Steffi Mann und Christiane Vilda-Kaiser, die bei gleicher Gelegenheit mit offizieller Danksagung verabschiedet wurden. Bis 2020 werden die neuen Friedensrichter von nun an jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr in Zimmer 113 von Haus 6 des Verwaltungszentrums auf der Werdauer Straße 62 bei Streitfällen des täglichen Lebens ein Schlichtungsverfahren anbieten. Das Aufgabengebiet der Schiedsstellen umfasst bürgerlich-rechtliche Rechtsstreitigkeiten vermögensrechtlicher Art wie Herausgabeansprüche, Ansprüche aus Rechtsgeschäften des täglichen Lebens sowie Nachbarrechts- und Mietstreitigkeiten ebenso wie Streitigkeiten wegen Verletzung der persönlichen Ehre. Hierbei handelt es sich oft um verletzte Eitelkeiten, etwa bei Beleidigungen und entsprechend erwarteten Entschuldigungen oder die Unterlassung gewisser, als störend empfundener Tätigkeiten. Auch bei strafrechtlichen Konflikten wie Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung oder Körperverletzung sind vor Klageerhebung oft zunächst die Schiedsstellen einzuschalten. Anders als bei juristischen Verfahren, sprechen die Friedensrichter jedoch kein Urteil, in dem eine Partei Recht bekommt, die andere hingegen verliert. Vielmehr soll dem Prinzip "Schlichten statt Richten" gefolgt werden. Nicht zuletzt dieser salomonische Ansatz hat den Schiedsstellen in den letzten Jahren eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung eingetragen.