Apfelsaft findet viele Anhänger

Naturkost Mehr als drei Tonnen Äpfel zu Direktsaft verarbeitet

Einen riesigen Andrang gab es am Freitag und am Samstag an der mobilen Saftpresse, die an der Gräfenmühle in Neukirchen aufgebaut war. Die Helfer haben mehr als drei Tonnen Äpfel zu Direktsaft verarbeitet. René Albani, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Westsachsen, hat das Angebot zum ersten Mal unterbreitet: "Das Interesse war sehr groß. Deshalb soll es im nächsten Jahr eine Wiederholung geben."

Mit der Aktion wollen René Albani und seine Mitstreiter auch für den Erhalt von Streuobstwiesen die Werbetrommel rühren. An den Bäumen in Westsachsen wachsen mehr als 150 verschiedene Obstsorten. "Wichtig ist, dass wir die älteren Sorten langfristig erhalten können", sagt Albani. Der Geschäftsführer des hiesigen Landschaftspflegeverbandes gibt deshalb auch Tipps zum richtigen Verschnitt der Bäume und unterbreitet Vorschläge zur Verwertung der süß-sauren Kost. An der Saftpresse können aus einer Menge von rund 100 Kilogramm Äpfeln zwischen 60 und 70 Liter Saft gewonnen werden.

Die mobile Saftpresse, die in Neukirchen zum Einsatz kam, wird von den Brüdern Martin und Philipp Förster aus Mildenau betrieben. Sie kümmern sich um verschiedene Arbeitsschritte: Die Äpfel müssen gewaschen und von einer Maschine klein gehackt werden. Danach landen sie in einer Presse, ehe der Saft auf 80 Grad Celsius erhitzt und abgefüllt werden kann. Die Verarbeitung von 100 Kilogramm Äpfeln dauert rund eine Stunde.