Arbeiten dauern bis Frühjahr

Bahnstrecke Längere Anker sorgen für mehr Stabilität

Beim Neubau der Stützwand an der Bahnstrecke im Bereich der Kitscherstraße gab es eine böse Überraschung: Durch den schlechten Untergrund im Bereich des Bahndammes müssen viel längere Stahlanker als geplant eingebaut werden. Die Folgen sind, dass die Kosten in die Höhe schnellen und die Bauzeit verlängert wird. Bisher wurden die Ausgaben für das Projekt auf rund 1,3 Millionen Euro beziffert. "Damit kommen wir durch die Verlängerung der Stahlanker nun nicht mehr hin", kündigt Irmfried Knorr an, der für die Bauüberwachung verantwortlich ist. Die Arbeiten sollten eigentlich bis Anfang Dezember zum Abschluss gebracht werden. Nun dauert der Stützwand-Neubau bis zum Frühjahr 2016.

Die ursprünglichen Pläne sahen vor, dass bis zu 18 Meter lange Anker zum Einsatz kommen. Zu Beginn des Bauvorhabens im August kamen drei Probeanker zum Einsatz, die einem stufenweisen Belastungstest unterzogen wurden. Dabei wurde schnell klar, dass der Untergrund den Anforderungen nicht entspricht. "Aus diesem Grund mussten mehrere Varianten berechnet und der umliegende Baugrund auf seine Tauglichkeit geprüft werden", sagt Irmfried Knorr.

Das Ergebnis: Die Anker, die für die Befestigung der Spundwand gebraucht werden, müssen auf 25 bis 30 Meter verlängert werden. Sie kommen dabei in einem Winkel von 23 Grad - von der Kitscherstraße in Richtung der Amselstraße - unter den Bahnkörper. Das heißt, dass die Anker bis unter die Amselstraße, wo erst kürzlich neue Versorgungsleitungen verlegt worden sind, reichen. Aus diesem Grund müssen die erst neu gebauten Kanäle zur Beweissicherung mit einer Videokamera befahren werden.