Arbeiten! Rausch! Gehirn Zerschmettern! im Malsaal

Tanzstück

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Eine Szene aus dem Tanzstück. Foto: Theater Plauen Zwickau

Im Malsaal des Theaters Plauen-Zwickau wird am 10. Februar, 18 Uhr, das Tanzstück "Arbeiten! Rausch! Gehirn Zerschmettern!" von Annette Göhre über Max Pechstein gezeigt. In ihrem neuen Tanzabend entwickelt Ballettdirektorin Annett Göhre anhand von Pechsteins Schaffen eine Hommage an eine Generation, die ihre Kunst bewusst gesellschaftlichen Konventionen entgegengestellt hat. Max Pechstein liebte das Tanzen.

In vielen seiner Gemälde fing er die Bewegungsabläufe von Handwerkern, Ballett- und Varietétänzern oder Akrobaten ein. In Zusammenarbeit mit dem Pechstein-Museum Zwickau, das derzeit eine Ausstellung zum Thema "Tanz" erarbeitet, kehrt die Choreografie diese in Form und Farbe gefasste Energie wieder in Bewegung um.

Neues Verhältnis zur Natur

Aufgewachsen in einer Zeit der immer rasanteren sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen, versuchte Max Pechstein, mit seiner Kunst ein neues Verhältnis zur Natur zu finden. Der 1881 in Zwickau geborene Maler gehörte zur Dresdner Künstlervereinigung Brücke. 1914 reiste er in die Südsee.

Für ihn zeitlebens ein paradiesischer Sehnsuchtsort. Pechsteins Bilder lösten emotionale Reaktionen aus, die teilweise in der Zerstörung seiner Werke gipfelten. Weitere Bilder verbrannten 1944 bei Bombenangriffen. Erst nach Kriegsende wurde der 1933 als "entartete Künstler" mit einem Ausstellungsverbot belegte Pechstein rehabilitiert. Vor der Vorstellung gibt es 17.30 Uhr eine Einführung.