Arbeitslosenzahlen sinken im Frühjahr

Arbeitsmarkt Positiv Entwicklung in Westsachsen setzt sich fort

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Die Arbeitsagentur in Hohenstein-Ernstthal. Foto: Markus Pfeifer

Region. In die Region ist der Frühling eingekehrt. Auf dem Arbeitsmarkt hat er sich sogar schon im März bemerkbar gemacht.

Denn die jährliche Frühjahrbelebung hat früh eingesetzt. Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Zwickau ging um 391 auf 8.892 zurück. Im Vorjahr waren es noch 10.802. Die Arbeitslosenquote sank von 5,5 auf 5,3 Prozent (Vorjahr: 6,4 Prozent). Andreas Fleischer, Chef der Zwickauer Arbeitsagentur zeigt sich entsprechend zufrieden.

Niedrigste Quote seit 25 Jahren

"Mit 8.892 haben wir die niedrigste Arbeitslosigkeit in einem März seit 25 Jahren", sagt er. Vor allem Baufirmen, Gaststätten und verarbeitendes Gewerbe stellen ein. Freie Stellen sind derzeit 619 gemeldet, was einen Rückgang zum Vorjahr um 230 bedeutet. Im Agenturbezirk Zwickau sind derzeit 3.303 Arbeitslose länger als ein Jahr auf Jobsuche. Das entspricht einem Anteil von 37,1 Prozent an allen Arbeitslosen im Agenturbezirk.

Im Vergleich zum Vormonat ging die Langzeitarbeitslosigkeit um 0,5 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahr sind aktuell 676 Langzeitarbeitslose weniger gemeldet. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ist im März um vier auf 603 leicht angestiegen. In den Geschäftsstellen der Zwickauer Arbeitsagentur gibt es mit Blick auf die Quote Unterschiede: Die Arbeitslosenquote beträgt am Standort Zwickau und in Hohenstein-Ernstthal 5 Prozent, in Glauchau 6 und in Werdau 6,3 Prozent.

7,2 Prozent gelten als unterbeschäftigt

Im März haben nach ersten Hochrechnungen rund 3.310 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilgenommen und damit den Arbeitsmarkt entlastet. Diese Zahl ist von Bedeutung, da sie zusammen mit der Arbeitslosenzahl Aufschluss über die Unterbeschäftigung gibt. Insgesamt 12.202 Personen gelten im Landkreis Zwickau als unterbeschäftigt, was einer Quote von 7,2 Prozent entspricht. Vor einem Jahr waren es noch 8,4 Prozent.