Attraktiven Handball spielen und damit Erfolg haben

Interview mit Normann Rentsch, Trainer des BSV Sachsen Zwickau

Zwickau. Die Handballsaison der Frauen in der zweiten Bundesliga ist noch jung. Nach fünf Spieltagen führte der BSV Sachsen Zwickau die Tabelle an. Ein glanzvoller Start unter Trainer Norman Rentsch. Gebürtig in Frankfurt/Oder wirbelte der 32-Jährige selbst bis 2005 als Rückraumspieler auf dem Parkett. So trug er das Trikot von ESV Frankfurt/Oder, USV Cottbus, Dessauer HV und des EHV Aue. Dort begann auch seine Trainerlaufbahn, ehe er über ESV LOK Pirna in den Frauenbereich in die Muldestadt wechselte. Über seine Arbeit und den gegenwärtigen Tabellenstand und "seine Mädels" stand er dem BLICK Rede und Antwort.

Herr Rentsch, Ihr aktives "Aus" kam im Jahr 2005 nach einem Herzstillstand. Seither alles wieder in Ordnung - auch bei so manchen aufregenden Situationen von der Bank aus?

Ich muss jetzt sicherlich mehr auf meinen Körper hören. Aber Sorgen erregende Aufreger gab es bis dato von der Bank aus gesehen nicht.

In diesem Jahr gab es für Ihr Team einen Saisonstart der Extra-Klasse - planmäßig oder Überraschung?

Die sehr gute Vorbereitung zahlt sich endlich auch mal aus. Wir wissen den derzeitigen Tabellenstand richtig einzuordnen und wollen daraus Motivation für die weiteren Spiele mitnehmen.

Das Saisonziel heißt nun?

Weiterhin attraktiven Handball spielen und Erfolg haben.

Die Abgänge von Uchibayashi, Kalasauskaite und Henkel wurden als mögliche Schwächung bezeichnet. Warum ist der BSV derzeit trotzdem so gut?

Das ist so im Sport, dass die Eine oder Andere den Verein verlässt. Der Kern der Spielerinnen wusste allerdings, dass sie - egal wie es kommt - alles geben müssen.

Es gibt Äquivalente und richtige "Granaten" - die Zugänge Nele Kurzke, Annika List, Christina Zuber, Kim Koppold und Silvia Bachrata sind was und warum?

Wir hatten mit den Zugängen ein richtig gutes Händchen. Alle erfüllen die in sie gesetzten Erwartungen und ergänzen perfekt meine Spielauffassung.

Angenommen, der BSV steht am Saisonende immer noch auf Platz 1. Lässt das Budget überhaupt einen Aufstieg zu?

Das Philosophieren überlassen wir anderen. Wir genießen die Rolle des Tabellenführers, sich nicht nach unten orientieren zu müssen und wollen dieses Gefühl so lange wie möglich halten. Dann wird man sehen.