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Chemnitz

Außergewöhnliche Aktion gegen moderne Sklaverei

Protest Menschen in Zwickau demonstrieren Zwangsprostitution und Menschenhandel

Zwickau. 

Zwickau. Die Szenerie wirkte irgendwie gespenstisch. In einer langen Reihe zogen schwarz gekleidete Menschen durch Zwickau. Über ihren Köpfen hielten sie schwarze Regenschirme. Nein, diejenigen, die sich im wahrsten Sinne des Wortes eingereiht hatten, gehörten keineswegs zu einem gewaltbereiten "schwarzen Block". Ganz im Gegenteil. Die Teilnehmer an dem Schweigemarsch protestierten auf diese spezielle Weise gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und moderne Sklaverei. Schwarz stand dabei für die Farbe der Trauer.

Eine internationale Aktion

Der sogenannte "Walk for freedom", initiiert von der Organisation "A21", fand am Sonnabend weltweit in 50 Ländern und an 450 Orten statt. In Sachsen gab es entsprechende Veranstaltungen nur in Leipzig, Dresden und Zwickau. In der Muldestadt war es Elisabeth Gippe, die den Marsch organisiert hat. Bei der 28-jährigen Erzieherin, die für die freikirchliche Gemeinde "Stadtlicht - Kirche für Zwickau" arbeitet, liefen am Sonnabend zum zweiten Mal die Fäden des Schweigemarsches zusammen. Die Tatsache, dass sich in diesem Jahr mit 81 Leuten, gut 50 weniger als 2017 an der Veranstaltung beteiligten, konnte sie nicht entmutigen. "Jeder Schritt macht einen Unterschied. Wichtig ist, dass die Menschen uns wahrnehmen und fragen, was hinter der Aktion steckt. Dann haben wir eines unserer Ziele erreicht", sagte sie. Zwangsprostitution sei aus ihrer Sicht auch in Zwickau ein Thema, das leider zu wenig gesellschaftliche Beachtung findet.



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