Auf dem Weg zur künftigen Schule

Gelegenheit Einmalige Öffnung alter Fabrik

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Am Samstag wird sich das ehemalige Werkstor des seit 1998 stillgelegten Textilunternehmens "Artiseda" an der Chemnitzer Straße 6 öffnen. Luis Schaarschmidt ließ einst das große Backsteingebäude errichten, welches in den 1920er Jahren sein heutiges Aussehen erhielt. Im August 2018 erwarben Rico und Silke Wrzal die Industriebrache.

Ehemalige Produktionsstätte besichtigen

Nach den ersten Sicherungs- und Aufräumarbeiten in der Fabrik und deren Grundstück wird es für vier Stunden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Von 10 bis 14 Uhr gibt es am 23. März die Möglichkeit, die ehemalige Produktionsstätte zu besichtigen. Rundstrickmaschinen, Nähmaschinen, Zuschneidemaschinen, Schnittmusterbögen und vieles mehr ist noch gut erhalten.

Allerdings ist die Inneneinrichtung gezeichnet von vielen Einbrüchen, bei denen die Zimmereinrichtungen, Sanitäranlagen, Büromaschinen und Küche fast vollständig zerstört wurden. Ein Erlebnis wird für die Besucher der Werksverkauf sein. Angeboten wird eine große Menge an Textilien, die zuletzt hier produziert, aber nicht ausgeliefert wurden. Die Produktpalette reicht von Damen-, Herren- und Kinderunterwäsche über Leggins, Nachtbekleidung, Obertrikotagen bis hin zu recht ausgefallenen Einzelstücken, die nicht nur den ehemaligen Mitarbeitern der Artiseda ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern werden. Für die Kleidungsstücke wird eine Spende für den "Evangelischen Schulverein Limbach-Oberfrohna" erbeten, welcher in den kommenden Jahren ein "Freies Evangelisches Limbacher Schulzentrum - FELS" im Gebäude einrichtet. Während der Öffnung gibt es Rundgänge durch das ehemalige Fabrikgebäude, um 10.30 und 12.30 Uhr Vorträge zur Geschichte der früheren "Artiseda" sowie um 11.30 und 13.30 Uhr wichtige Informationen zur zukünftigen Nutzung als Schule.