"Auf die ehrenamtlichen Helfer ist Verlass"

Interview mit Pressesprecherin Katja Böwe

Mit einem Jubiläums- und Familienfest hat der Kreisverband der Johanniter-Unfall-Hilfe am Freitagnachmittag auf dem Gelände an der Uferstraße in Werdau sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Blick-Reporter Holger Frenzel sprach mit Pressesprecherin Katja Böwe über die Entwicklung des Wohlfahrtsverbandes.

Wir haben elf Mitarbeiter, die bereits seit 25 Jahren beim Kreisverband der Johanniter-Unfall-Hilfe arbeiten, ausgezeichnet. Zudem konnte das Leistungsabzeichen der Johanniter in Bronze und Silber an 18 ehrenamtliche Helfer, die bereits jahrelang für uns tätig sind und auf die Verlass ist, vergeben werden. Die Veranstaltung wurde aber auch für ein Dankeschön an die Partner aus Wirtschaft und Politik genutzt.

Wie viele Mitarbeiter sind momentan für den Kreisverband der Johanniter-Unfall-Hilfe im Einsatz?

Wir beschäftigen 341 hauptamtliche Mitarbeiter und sind damit ein großer Arbeitgeber in der Region. Das Einsatzfeld ist vielfältig. Wir betreiben Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen, Rettungswachen, Sozialstationen und Betreutes Wohnen. Zudem gehören Fahrdienst und Hausnotruf zum Angebot. Für den Kreisverband sind 183 Frauen und Männer im Ehrenamt tätig. Sie stellen eine unverzichtbare Unterstützung dar.

Wird über eine Erweiterung des Angebots nachgedacht?

Ja. Wir bereiten uns momentan auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor. Ab dem 15. Oktober betreiben wir ein dezentrales Wohnprojekt in Kirchberg, wo bis zu 150 Flüchtlinge aufgenommen werden sollen. Auch aus Zwickau gibt es bereits Anfragen. Das ist eine Riesenherausforderung.