Auf Wehrleiter wartet viel Arbeit

Feuerwehr René Michehl kümmert sich um Bedarfsplan und Struktur

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René Michehl ist für die Freiwillige Feuerwehr in Glauchau verantwortlich. Foto: Frenzel

Glauchau. Der neue Stadtwehrleiter René Michehl befindet sich noch in der Einarbeitungsphase. Er hat im November 2017 die Verantwortung für die Brandschützer in Glauchau übernommen. Der personelle Neuanfang war nach dem Tod von Uwe Clemens und dem Rückzug von Mike Wunderlich erforderlich.

Alte Werte sollen in den Fokus rücken

"Wir müssen die alten Werte, die zu einer Freiwilligen Feuerwehr gehören, wieder in den Vordergrund stellen", sagt René Michehl. Der 52-Jährige, der zudem Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Chemnitzer Land ist, wird dabei von den Stellvertretern Thomas Welter und Stephan Hager unterstützt.

Auf dem Schreibtisch von René Michehl liegt momentan viel Arbeit. Der Oberbrandmeister muss sich um die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes und die Aktualisierung der Feuerwehrsatzung kümmern. Dabei kommt die gesamte Struktur auf den Prüfstand.

In Glauchau gibt es momentan drei Ortsfeuerwehren - in Wernsdorf, Reinholdshain und Niederlungwitz. Dazu kommen die Wachen in der Kernstadt. Sie befinden sich an der Erich-Fraaß-Straße, am Schindmaaser Weg, am Tunnelweg und im Ortsteil Lipprandis.

"Die Ortsfeuerwehren haben mehr Rechte, allerdings auch mehr Pflichten, als die einzelnen Züge", verweist René Michehl auf einen Unterschied. Deshalb wird nun geprüft, ob die Züge in Stadtteilfeuerwehren umgewandelt werden können. Die Debatte soll wahrscheinlich am 9. März zur Jahreshauptversammlung im Gasthof "Grüner Baum" fortgesetzt werden. "Der Wunsch ist von den Einsatzkräften gekommen."

Ohne Unterstützung geht es nicht

Die Freiwillige Feuerwehr in Glauchau verfügt momentan über 213 Einsatzkräfte. Trotzdem gestaltet sich tagsüber die Situation teilweise kompliziert. "Deshalb ist das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Wachen und Ortsfeuerwehren so wichtig", sagt René Michehl.

Er macht deutlich, dass schließlich auch immer ausreichend Maschinisten und Atemschutzträger mit ausrücken müssen. Die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr befinden sich deshalb auf der Suche nach personeller Verstärkung und rühren die Werbetrommel - unter anderem im Internet und zum Tag der offenen Tür am 1. Mai.

Sie wollen zeitnah auch das Gespräch mit der Staatlichen Studienakademie suchen. Studenten, die in ihren Wohnorten zur Feuerwehr gehören und in Glauchau lernen, sollen möglicherweise an der Ausbildung teilnehmen und im Ernstfall mit ausrücken.