Auf Weltreise trotz Rollstuhl

Vortrag Er hat nicht aufgegeben: Andreas Pröve macht anderen Mut

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Andreas Pröve macht Mut mit den Geschichten seiner Abenteuerreisen. Foto: Nicole Schwalbe

Kirchberg. "Ich wollte nicht auf ein Wunder warten", erzählt Andreas Pröve, der seit seinem Motorradunfall 1981 querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt.

Er füllte den gesamten Rathaussaal, um auf der Bühne von seiner Reise entlang des Mekong durch verschiedene Länder Asiens zu berichten und zeigte dabei auch, wie er mit seinem selbst gebauten Wagenheber den Reifen seines Rollstuhls flicken kann, ohne aus dem Stuhl klettern zu müssen. "Ich hatte in Damaskus alle 500 Meter einen Platten", erinnert sich Pröve. Danach hat er sich zuhause hingesetzt und einen 300 Gramm schweren Wagenheber für seinen Rollstuhl erfunden.

Nach dem Krankenhausaufenthalt nach Indien

Andreas Pröve ist ein leuchtendes Beispiel für Menschen, die nach einem schweren Schicksalsschlag nicht aufgegeben haben. Kaum war er aus dem Krankenhaus entlassen, hat er seinen Rucksack gepackt und hat sich auf Reisen begeben - das Ziel: Indien. "Es ist nicht immer einfach, durch die Welt zu reisen, denn ich bin immer auf Hilfe angewiesen und wenn man im Rollstuhl sitzt, darf man sich im hochsensiblen Sitzbereich nicht verletzen, da dies lebensgefährlich sein kann", berichtet Pröve.

Seine Geschichte in Kirchberg

Er hat mehrere Bücher über seine Reisen geschrieben und diverse Fernsehauftritte hinter sich. Am letzten Dienstag zeigte er den Kirchbergern seine 5000 Kilometer lange Reise durch Kambodscha, Vietnam, China und letztendlich das tibetische Hochland, bei der er sich von vier Helfern bis zur Quelle des Mekong hat tragen lassen müssen, weil er mit dem Rollstuhl nicht durch das unebene Hochgebirge kam. "Wir kamen leider nur bis auf 400 Meter an die Quelle des Flusses heran." Pröve ist ein aufgeschlossener, humorvoller und sehr mutiger Mensch, der durch seine Abenteuer anderen Mut macht, niemals aufzugeben.